Neuauflage meiner ausverkauften "Die drei ??? Kids"-Midis "Monster-Trucks" und "Insekten-Alarm" erschienen. Zum Beispiel hier gibt's den Band "Alarmstufe rot!"

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Zunächst war da ein großes leeres X (Teil 2)


Weiter geht's!

Worum geht’s? Um eine Odyssee durch unwirtliches Land vor 3000 Jahren auf See-, Wüsten-, Gebirgs- und Luftwegen. Um rätselhafte, sehr plastisch-schockierende Morde. Um ...

Ach, halt, unterbrechen wir hier kurz.

Ich schrieb also den Prolog des enMAXB. Und irgendwie gefiel mir der Text schon, aber das gewisse Etwas fehlte. Also tippte ich den letzten Satz des Prologs, den nun leider nur derjenige lesen kann, der das Taschenbuch in der Hand hält und den ich hier auch nicht verrate. Ich verfasste diesen Satz spontan, quasi aus einer Inspiration heraus, die null und nichts mit dem Exposé zu tun hatte, und die den weiteren Verlauf des gesamten Buches radikal beeinflussen würde.

Da geriet ich schon ins Schwitzen. Aber mir gefiel das so gut, dass ich es erst einmal ließ. Und weiterschrieb. Diese Farbe - grün -, die ich da ins Spiel brachte, bestimmte das komplette Geschehen mehr und mehr. Ich war selbst verblüffend oft verblüfft (oh, welch absonderliche Wortwahl), wie exakt das alles zusammenpasste und sich mehr und mehr zu einem Gesamtbild fügte.

Die Mordgeschichte (der Thrilleranteil, sozusagen) nahm dadurch eine Wende, die weitere Recherchen nötig machte. Und mir öffneten sich ganz erstaunliche Möglichkeiten ... die schließlich für mich den größten Reiz der ganzen Arbeit ausmachten. Mit welcher Freude fand ich da dieses Pulver, das ...

Aber lassen wir das.

Den Henna-Abend vor der (historisch stimmigen) Hochzeit halte ich für mit das Beste, das ich bislang geschrieben habe. Eingedenk dessen, dass Selbsteinschätzung ein garstig Ding ist, das auch nach hinten losgehen kann. Andere mögen es nicht so gut finden.

Das Skript wuchs rasch, und die Buchmesse in Frankfurt nahte. Mein Ziel war: Ich schicke den gesamten Roman vor dem Messestart in den Verlag und gebe ihn in die treuen Hände von Sabine Kropp. Doch wie das so ist mit Zielen, ging das daneben. Also wagte ich ein völlig neues Erlebnis - oh Wunderwelt des Autorendaseins: Tagsüber nahm ich an der Buchmesse mit 1000 Terminen, Treffen und Besprechungen teil ... am Abend und am frühen Morgen werkelte und feilte ich noch am Manuskript. Was umso besser ging, weil die Rückmeldungen der Redakteurin zu dem, was sie bisher gelesen hatte, sehr positiv waren.

So muss das gehen!

Ihr gefiel die Stimmung des Buchs ebenso wie so manche Kleinigkeit ... etwa der Titel des oben erwähnten Prologs: »Wer zündet die Sterne an?« Bald macht im Roman die Rede vom »Sternanzündemann« die Runde - auch so ein, hm, inspiriertes Detail, das sich perfekt harmonisch in das Gesamtbild der Story einpasste. (Und das wiederum von einem Kinderlied inspiriert wurde, das zu der Zeit oft auf unserer Baby-CD lief, die wir dem jüngsten Montillon-Spross vorspielten. Nur dass mein Sternanzündemann samt seiner Feuerhand nicht mehr sonderlich Baby-geeignet ist, wie ich schon zugeben muss.)

Und da Marc A. Herren in Frankfurt auch zugegen war, konnte ich gleich noch das Ende des Romans mit ihm abstimmen; denn ich wollte es leicht gegenüber der Vorgabe abändern. Marc passte das alles wunderbar, sodass er trotz der kleinen Verschiebungen und Ergänzungen mit seinem Band drei perfekt anschließen kann.

Nun bin ich sehr sehr sehr gespannt auf das fertige Taschenbuch, das bald (noch im November!) erhältlich sein wird ... das erste Nicht-Kneifel-Zeitabenteuer unseres Lieblingsarkoniden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen