Neuauflage meiner ausverkauften "Die drei ??? Kids"-Midis "Monster-Trucks" und "Insekten-Alarm" erschienen. Zum Beispiel hier gibt's den Band "Alarmstufe rot!"

Freitag, 11. März 2011

Lektoren in die Fresse - Autoren in die Fresse!

Wer kennt dieses Zitat zum Autoren-Lektoren-Verhältnis? "Lektoren in die Fresse - Autoren in die Fresse!"

Ich weiß nicht mehr, wer es gesagt hat. Als ich noch studierte, hieß einmal eine Lehrveranstaltung so :-), sie nutzte dieses Zitat auch. Fachbereich Buchwissenschaften. Leider konnte ich die Veranstaltung nicht besuchen.

Eben mache ich eine Datei auf mit 50 meiner hervorragend ausgearbeiteten Manuskriptseiten. :-)

Es hat noch nicht mal ein "richtiger" Lektor gelesen, sondern "nur" ein (verflixt guter) Testleser. Und der hat sich aus persönlichem Frust über meinen Text hergemacht und mir alles um die Ohren gehauen, was daran hakt, ungeschickt ausgedrückt ist etc.
Aaargh! Es ist bunter als bunt, dank seiner Anmerkungen.

Also - ihm in die Fresse hauen, weil er meinen tollen Text so verunstaltet hat?
Nein. Alles angucken. Dankbar nicken. Das meiste einarbeiten. Und bei manchen Sachen doch bei meiner Version bleiben. Schließlich soll der Herr Testleser auch was haben, wo er denken kann: "Autoren in die Fresse!"

So ist das im Autorenalltag. Und dann: weiter geht's im Manuskript!

Kommentare:

  1. Hallo Christian,

    Ist das nicht frustrierend?

    Es erfordert ja eine erhebliche Bereitschaft, Kritik aufzunehmen.

    Klar wird der Text besser, usw. - aber eigentlich war man doch schon vorher mit dem Text zufrieden und fand ihn gut.
    Ich finde das immer richtig nervig, einen Text nochmal und nochmal zu überarbeiten.
    Wie geht es dir damit?

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  2. Wer wird denn so vulgär denken ;) Aber in anderer Leuten Text herumstreichen hat irgendwie etwas befriedigendes.

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  3. @Andi: ich handhabe das immer so, dass ich einige Testleser drüber lasse. Ich habe jemanden, der Logikfehler recht gut erkennt; einen anderen, der umständliche/bescheuerte Formulierungen oft anprangert; dann wieder einen, der eher die Gesamtstruktur im Blick hat ...
    jeder bringt andere Anmerkungen. Viele setze ich um, bei manchen sage ich mir, ich bin der Autor und gut ist :-)
    Wenn jedoch z.B. diese drei alle dasselbe sagen, zeigt das, dass ich da Murks gemacht habe.

    Fazit: ich denke, g'scheite, fundierte Kritik muss (!) man aufnehmen. Man lernt jedesmal dabei.

    Und dann geht's ja erst mal in den Verlag, von da kommt auch immer noch was ;-)

    (Für meinen inneren Ausgleich sorgt dann, dass ich in anderer Leute Text auch hin und wieder rumwüte, grins. Soviel zu @Citara)

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  4. Ach, Christoph, als jemand, der gelegentlich die Schreibtischseiten tauscht (also eben nicht nur als Redakteur arbeitet, sondern gelegentlich als Autor), weiß ich, wie das ist - mal ärgert man sich über die eine, mal über die andere Fraktion.

    Ich kann Dich bestens verstehen. Generell gilt: Jeder Einwand eines Außenstehenden ist richtig und berechtigt.

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  5. So ist es, @Enpunkt. Ärgern kann man sich immer :-), und ein Schreibtischseitentausch tut gut hin und wieder. Es erweitert den Horizont.

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  6. @Enpunkt: "Christoph"? :P

    np: Radiohead - Separator (The King Of Limbs)

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  7. "Christoph" ist Christians Mädchenname.

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  8. @Marc: Ah, jetzt, ja... *selbstpatsch*

    np: Easy Star All-Stars - Money (Mad Professor Remix) (Dubber Side Of The Moon)

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