Neuauflage meiner ausverkauften "Die drei ??? Kids"-Midis "Monster-Trucks" und "Insekten-Alarm" erschienen. Zum Beispiel hier gibt's den Band "Alarmstufe rot!"

Dienstag, 24. Mai 2011

PERRY RHODAN: Exposés und Romane 2596, 2597, 2600 und überall


Der STARDUST-Zyklus bei PERRY RHODAN nähert sich dem Ende. Das ist ja nicht gerade ein Geheimmis.
Da gerade der erste Teil eines Doppelbands von mir draußen ist (2596, Requiem für das Solsystem) und sicher bald die ersten Leute den 2597er in die Finger bekommen, verfolge ich hier und da Diskussionen im Netz verstärkt.

Dabei fällt mir wieder einmal eins ziemlich stark ins Auge (Aua!):

Und das ist, wie viel die Leser doch über die den Romanen zugrunde liegenden Exposés wissen.
Oder eben nicht wissen!

Ich versuche es mal ganz klar zu sagen, und das hat jetzt auch nichts mehr mit den laufenden Diskussionen zu 2596 und 2597 oder dem Ausklang des STARDUST-Zyklus zu tun.
Es geht auch nicht um meine Romane im Speziellen, sondern überhaupt um PERRY RHODAN-Romane.

Wie oft liest man da, dass der Roman XYZ zwar gut war, aber das zugrunde liegende Exposé war halt so furchtbar schlecht, was hätte der Autor da noch tun sollen?
Oder umgekehrt.
Oder: Das Expose ist ja super, aber der Autor hat es ja so schlecht ausgeführt.
Oder: Was hätte der Autor bei dem grottigen Expo auch machen sollen?
Oder....

Ja, es gibt tausend Beispiele.

Das Ulkige ist ja, dass all das einfach Behauptungen sind. Weil keiner der Leser das Exposé kennt.
Und soll ich was sagen (auch wenn mir wohl viele nicht glauben werden bzw mir unterstellen werden, dass das ja gelogen sei, solange ich das Gegenteil nicht beweise): Meistens ist das völlig daneben.
Viele wären erstaunt, wenn sie mal sehen würden, was im Exposé steht und was nicht. Ich hab z.T. neulich einen Roman geschrieben, der glaub ich 40 Seiten hatten, die nichts, aber auch nichts mit dem Exposé zu tun hatten. (Ob das jetzt die 40 guten oder die 40 schlechten waren, wird ja zum Glück nie jemand erfahren :-)).

Was ich sagen will: Das Zusammenspiel von Exposé und Romanautor ist so eng und so verflochten und in jedem (!) Einzelfall anders, dass man solche Rückschlüsse als Leser, der das Exposé nicht kennt, ganz einfach nicht ziehen kann.
Weil das ganze ein kreativer Vorgang ist, der jedesmal anders und neu abläuft.

ERGÄNZUNG: Was wiederum - das muss ich klar sagen - heißt, dass einem die große Linie des Zyklus, die natürlich auf das Expo zurückgeht, gefallen kann oder nicht. Da gibt es natürlich einen Zusammenhang mit dem Expo, den auch jeder Leser sehen kann.

Kommentare:

  1. Ich glaube, viel verwenden einfach das Wort "Exposé" und meinen damit die Idee des Romans.
    Es sollte also wohl besser heißen: "Die Idee für den Roman war ja ganz gut, aber was der Autor draus gemacht hat, war fade." etc.
    beste Grüße, Bully

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  2. Don Montillon im Kampf gegen die Windmühlen :D :D Da kannst du 1000 Blogeinträge zu machen und trotzdem werden es die Foristen immer besser wissen als der Autor ;)

    Ihr solltet einfach mal die Probe aufs Exempel machen und einen Roman, der völlig zu unrecht verrissen wurde, einfach markieren. Muss ja nichtmal das Expose dabei gezeigt werden, einfach ein PDF erstellen vom Roman und der Autor färbt die Stellen, die von ihm sind grün und die umgesetzten Exposéteile rot.

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  3. Christian Montillon24. Mai 2011 um 14:26

    Oh, es geht ja nicht um "zu unrecht verrissen"; wenn der Leser den Roman schlecht findet, kann er ihn ja zerreißen. Von mir aus auch meine Sachen. (Seufz :-()

    Aber diese Zusammenhang-mit-dem-Exposé-Behauptungen, in welche Richtung auch immer, die treffens halt einfach nicht ...

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  4. Ich möchte hier mal einhaken: Wie lang/ausführlich kann/muss man sich so ein Exposè (jetzt zB zu eine PR-Heftroman) eigentlich vorstellen?

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  5. Gerhard Schäffer24. Mai 2011 um 18:32

    Na herzlichen Glückwunsch, dadurch werden die Romane auch nicht besser oder schlechter-duck und wech.

    PS.: Wann schreibst Du mal wieder für Maddrax? Würde mich freuen!

    Gruß!
    Gerhard

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  6. Was ist denn eine Expose?
    Wird da nur gesagt:Heft 2599 ES wird gerettet,Dao lin hay stirbt.

    Und MMT macht den Rest? Oder Wie?

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  7. Christian Montillon25. Mai 2011 um 15:28

    Über die Länge und Inhalte des Exposés werde ich (wie üblich) nix sagen. Argl, ich weiß :-)

    Carstonos: Ein Exposé ist sozusagen das inhaltliche Grundgerüst für den Roman; der Expo-Autor Uwe Anton gibt für jeden PR-Roman gewissen Handlungen vor - weil ja ein Heft aufs nächste aufbauen muss.

    Was genau da so drinsteht und wie lang oder kurz oder sonstwas das jeweilige Expo ist, das ist das bestgehütete Geheimnis dies- und jenseits des Mississippi.

    Grüße,
    Christian

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  8. Christian Montillon25. Mai 2011 um 15:29

    @Gerhard: Bei MX schreibe ich schon lange nicht mehr - hatte da auch nur 2 Gastromane, vor einigen Jahren. Das sollen mal hübsch andere machen, die das besser können als ich :-)

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  9. Hallo Christian,
    du könntest ja mal vorschlagen, dass in Band 3000 als Beilage das Expose von Band 1000 dazukommt... Die aktuellen Expose sehen ja vielleicht schon ganz anders aus, aber _das_ wäre doch mal eine nette Beilage.

    Grüße,
    Daniel M

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  10. Im Rahmen der Silberbände gab es vor Jahren mal einen "Werkstattband", viel Interessantes darin. Unter anderem wurde auch der Weg zu einem Roman gut dargestellt. Von den ersten Ideen über das Exposee zum endgültigen Geschichte. Alles in einem Buch war ganz lehrreich :-)

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  11. Den Werkstattband hatte ich geliebt! :-)
    CM

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  12. Christian Montillon6. Juni 2011 um 15:28

    Daniel, ich glaube, das mit den Expos wird immer ein Geheimnis bleiben ...

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