Neuauflage meiner ausverkauften "Die drei ??? Kids"-Midis "Monster-Trucks" und "Insekten-Alarm" erschienen. Zum Beispiel hier gibt's den Band "Alarmstufe rot!"

Mittwoch, 24. April 2013

Alltag beim PERRY RHODAN-Exposé-Schreiben

Heute ist auf der Perry-Homepage ein Textlein online gegangen, das ich zum "Alltag" eines PERRY RHODAN-Expoautors geschrieben habe. Weil diese Logbücher manchmal etwas untergehen bei allen, die "nur" auf die normale News-Leiste schauen, kopier ich den Text einfach mal hierher.
Hier isser:

Wim Vandemaan und ich arbeiten bekanntlich unablässig an weiteren Exposés, aber ich halte an dieser Stelle kurz inne und versuche, eine Momentaufnahme zu präsentieren.

Es liegt schon einige Zeit zurück, als sich auf meinem Schreibtisch eine Menge Projekte in Sachen PERRY RHODAN-Erstauflage stapelten. Na ja, eigentlich ist das der Normalzustand, aber dieser spezielle Fall, den ich nun schildern will, liegt eben bereits einige Zeit zurück ...

Ich beendete gerade mehr oder weniger gemütlich den Roman 2701, während auf meinem Lesestapel bereits die Romane 2704 und 2707 von zwei Kollegen warteten. Die Bände wollten von mir gelesen und kommentiert werden.

Ich versuche dabei darauf zu achten, dass alle Aussagen in den fertigen Skripten mit dem Exposé und den künftigen Planungen zusammenpassen. Denn die Kollegen können zukünftige Planungen natürlich nur so weit kennen, wie die fertigen Exposés vorliegen. In den Köpfen der Expokraten Vandemaan und Montillon ziehen sich die Figuren und Handlungslinien allerdings bereits viel weiter.

Außerdem erstellte ich zu dieser Zeit die sogenannten Endfassungen einiger Exposés bis zur Nummer 2715, das heißt: Diese Expos waren vorher schon von der Handlung her abgestimmt und genehmigt, aber nun hatte Rainer Castor noch sein Argusauge darauf geworfen und Daten ergänzt.

Die müssen von mir eingearbeitet werden, so dass eine »runde« Endfassung entsteht, die dann an die PERRY RHODAN-Redaktion geht und dort noch einmal überprüft wird, ehe die Exposés an die Autoren verschickt werden.

Parallel telefonierte ich einige Male mit Kollege Wim, weil wir das eine oder andere Detail für die Romane ab 2716 zu besprechen hatten und ein besonderes Bonmot für den Band 2725 vorbereiteten. Dass daneben etliche Emails hin und her gingen, versteht sich von selbst.

Unvermutet lieferte Michael Marcus Thurner noch das Manuskript von 2705, das ebenfalls auf meinen virtuellen Lesestapel wanderte. Was bedeutet, dass ich es auf meinen Ebook-Reader schickte, um es darauf gemütlich zu lesen. (Das ist viel schöner als am Computer; und alles ausdrucken will ich nicht, mein Drucker läuft ohnehin heiß dank der Unmenge an verschiedenen Exposé-Fassungen.)

Ach ja ... es galt zu der Zeit bereits, letzte Details im Skript des Jubiläumsbandes 2700 zu besprechen, das eigentlich schon lange beendet war. Aber uns war da etwas aufgefallen ...

Ganz zu schweigen davon, dass ich mit der Redaktion und den Autorenkollegen der Bände 2700 bis 2703 eine spezielle Sonderveröffentlichung plante und mir dazu einige Gedanken machen musste.

Und plötzlich hielt ich inne und staunte darüber, an wie vielen Ecken und Enden der Romane ich konkret arbeitete: Romane über einen Zeitraum von zwanzig Wochen in den unterschiedlichsten Entstehungsphasen. Manchmal galt es nur, einen Blick darauf zu werfen, dann wieder mussten grundlegende Strukturen und Geschehnisse festgelegt werden. Ganz zu schweigen von der Frage, welcher Autor denn welchen Roman schreiben wird.

Eine höchst spannende und kreative Sache einerseits.

Alltag andererseits.

Aber ein Alltag, den ich nicht mehr missen möchte.



Kommentare:

  1. Danke für den "X-post" ... Irgendwie funktioniert bei mir der PR-RSS-Feed nicht mehr ... Oder es gibt ihn nicht mehr?

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  2. Ehrlich gesagt, das weiß ich nicht, Anonym.

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  3. Das liest sich sehr interessant, und das alles ohne Zeitmaschine! Ich freue mich auch schon, diese Romane gemütlich zu lesen :-)

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  4. Wie sieht das eigentlich mit dem Arkoniden aus? Ist der für den 2700 er Zykulus eingeplant?

    Liebe Grüße
    Ina

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  5. Hallo Ina,
    Arkoniden gibt's, ja.
    Ach ... du meinst DEN Arkoniden. Hm.
    Wir wissen, was mit ihm ist, mit dem guten Atlan. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass ... früher oder später ... also ...

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  6. Hallo Christian,
    leider habe ich das erst heute gelesen.
    Sehr interessant!
    Ist eigentlich das Tribunal (obzwar atopisch) auch dreigeteilt? Ihr seit doch nur zwei Expokraten :)
    Ich stelle mir das sehr spannend vor, eine Idee wegzugeben und wieder zurück zu bekommen auf eine Art, dass sie zwar noch vorhanden ist, aber um ganz andere, neue, interessante Facetten bereichert.
    Kommt es oft vor, dass ihr Expokraten vor Staunen den Mund nicht mehr zubekommt weil eure Kollegen aus eurer Idee etwas gemacht haben, mit dem ihr niemals gerechnet hätten?
    Ach ja, eine Frage hätte ich da noch. Könnte man mich auch in den Verteiler aufnehmen, dass ich die neuen Hefte auch per Mail erhalte?
    Grüßle aus ganz weit weg
    Ganerc

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  7. Wirklich sehr informativ!!! Du sollest Politiker werden. ;-))

    Also .. schon mal schön, dass ihr wenigstens eine Ahnung habt, was mit ihm ist.

    Es wäre echt super nett, wenn ihr das auch in den kommenden Zyklus einbauen würdet.

    Liebe Grüße

    Ina

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  8. Hallo Ganerc und Ina,
    entschuldigt, dass ich jetzt erst freigeschaltet hab ... irgendwie hingen eure Kommentare in einem anonymen Spam-Wust fest.

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  9. Hallo Ina,
    im kommenden Zyklus: ich denk schon :-)

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  10. Hallo Ganerc,
    das ist in der Tat sehr spanned, was Autoren aus dem eigenen Exposé so machen ... mal zum Guten, mal zum Schlechen (hihi: so sagt zumindest die expokratische Eitelkeit).
    Verteiler: Ach, ich weiß nicht ... :-)

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