Neuauflage meiner ausverkauften "Die drei ??? Kids"-Midis "Monster-Trucks" und "Insekten-Alarm" erschienen. Zum Beispiel hier gibt's den Band "Alarmstufe rot!"

Donnerstag, 19. September 2013

Aktuelle PERRY RHODAN-Romane: Veränderung oder nicht?

Ich verfolge ja gern die Diskussionen über die aktuellen PERRY RHODAN-Romane ... ... und mir stellt sich momentan eine Frage. Ganz ernsthaft. Bleibt PERRY dadurch spannend, dass man nicht mehr weiß, was als nächstes passiert? Dass es auch grundlegende Veränderungen geben kann? Dass das Polyport-Netz aus dem Spiel genommen wird, dass an der Figur Gucky gerührt wird, der Kleine ins Koma fällt, dass unsere "Guten" auch mal ... schattierte/graue Handlungen begehen müssen? Dass vielleicht keine Figur mehr "sicher" ist? Oder ist das ein "Einreißen" dessen, was PR als Serie ausmacht? Soll quasi alles bleiben, wie es ist, mit minimalen Veränderungen in den Hauptfiguren/Hauptkonstanten? Müssen "nur" neue Sachen dazukommen, oder müssen auch alte Zöpfe abgeschnitten werden? Und wenn nicht - was passiert mit den alten Sachen, die eigentlich auserzählt sind? Werden sie "geparkt", weil man nicht alles und jeden fortführen kann? Sollen alle "geparkten" Figuren/Themen wiedergeholt werden und die Fülle dessen, was ohnehin erzählt wird, noch weiter verkomplizieren? Grundlegende Fragen. Die Antworten sind nicht einfach. Was meint ihr?

Kommentare:

  1. All diese Fragen meine ich total ernst, übrigens.

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  2. Morgen :)

    Gute Fragen! Definitiv gute Fragen - und ich riskiere jetzt mal massive Spoiler, denn ich hänge einige Hefte zurück, aber die Diskussion wird mit Sicherheit zu interessant um auf meine Spoiler-Scheuheit Rücksicht zu nehmen.

    Was mich an der Serie reizt, und von Anfang an gereizt hat, ist die Tatsache, dass letztlich alles möglich ist. Das mag daran liegen, dass ich noch nicht jahrzehntelang zu den Lesern gehöre, aber irgendwie hatte ich immer den Eindruck, in jedem Heft kann und wird vermutlich etwas passieren, das ich so nicht erwartet habe.

    Und wie hält man eine Serie am Leben, die nun über 50 Jahre läuft? Durch Neuerungen. Durch Veränderungen. Und auch dadurch, dass man eben nicht weiß, ob überhaupt irgendwas sicher ist oder nicht. Gut, es wäre wirklich ein wenig... eigenartig, würdet ihr den Namensgeber der Serie endgültig ins Grab wandern lassen, und natürlich hängt einem irgendwo das Leserherz an langjährigen Gefährten wie Bully, Atlan oder Gucky. Man muss ja auch nicht gleich alle Brücken gleichzeitig abreißen - man kann sie auch umbauen. Neu erfinden. Parken. Nenn es, wie Du willst, aber letztlich lebt doch eine Handlung (egal wie lang es sie gibt) vom Überraschungsmoment. Wenn man, damit es noch Überraschungen geben kann, Dinge neu zusammenstöpselt oder neu definiert - warum nicht?

    Es erinnert mich ein wenig an die Diskussionen die unter Doctor Who-Fans geführt werden, dank der Einführung einer Figur, die letztlich einen Großteil der Seriengeschichte neu schreibt. Kurzversion: Großer Aufschrei unter den fanatischeren der Fans weil das doch nicht sein könne, dass man die jahrelange Arbeit der Vorgänger durch einen Schachzug neu aussehen lässt.

    Ähnlich ist es doch hier, wenn mal neuer Wind reinpustet. Meine Güte, wem das Altbekannte so gut gefällt, der hat über 2000 Hefte, die wieder und wieder gelesen werden können. Frischer Wind pustet aber nunmal auch manches weg - ist so, muss man mit leben. Lustigerweise sind die, die am lautesten krähen, dass die Veränderungen nicht gut sind, diejenigen, die sonst am lautesten krähen, Veränderungen müssten sein ;)

    Also. Killt mir nicht den Perry (und wenn Gucky überlebt wäre das kleine Mädchen in mir arg glücklich), aber macht mit den Charakteren ansonsten was ihr wollt. Lasst sie komisch handeln. Lasst sie mal zu den Bösen werden. Macht was ihr denkt, was mich überraschen könnte. Dann ist gut. Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann - wusste schon der liebe Goethe. Also versucht es gar nicht, mir alles so zu präsentieren, wie ich das will, das ist nämlich das Gegenteil von Überraschung ;-)

    Und nicht von den Meckerfritzen unterkriegen lassen ^^

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  3. Ich denke, diese Frage läuft letztlich darauf hinaus, was und wer die Rhodanserie ausmacht. Diese, zahlenmäßig recht überschaubaren, Personen und Fakten sollten sicher sein.
    Alles andere darf und sollte meines Erachtens frei zur Bearbeitung, einschließlich des Rausschreibens, sein.
    So halte ich etwa Gucky, Bully und Atlan für Kernbestandteile der Serie, Tekener hingegen, ein seinerzeit für die der ZbV-Serie sehr ähnliche Atlanserie von Scheer erdachter Superagent, halte ich für eine schon viel zu lange mitgeschleppte Altlast.
    Dieses Mitschleppen von Altlasten hindert imho Autoren auch daran, neue und interessante Personen zu entwickeln, da es für jeden "Typ" bereits eine Figur gibt.
    Deshalb meine ich, dass alles bis auf die o.a. Kernpersonen und -fakten veränderbar und ersetzbar ist.

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    1. Letztlich ist bis auf Perry alles ersetzbar. Wenn der geht, braucht die Serie einen neuen Namen... Personalwechsel ist schon sinnvoll, aber nicht im großen Stil und nicht zu schnell.

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  4. Genau meine Meinung, würde nur Tolot mit dazu setzen. Gucky? Ist meiner Ansicht nach ausgereizt.

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  5. Bevor ich auf Deine Fragen im einzelnen eingehen möchte, stellt sich mir erstmal die Frage, warum ich seit über 30 Jahren PR lese. Das hat folgende Gründe:
    a) Die kontinuierliche Fortsetzung einer fiktiven Geschichte.
    b) Phantastische Einzelpersonen, Völker, Raumschiffe etc. - kurz der "Sense of Wonder"
    c) Handlungsträger welche mir im Lauf der Jahrzehnte ans Herz gewachsen sind, ja sogar soetwas wie Familienmitglieder oder sehr nahe Verwandte geworden sind.
    d) Happy End (wenn auch manchmal mit einem blauen Auge)

    Auf dieser Basis nun die Antworten zu Deinen Fragen:

    Veränderungen: Ja, auch auf die Gefahr hin, das es für mich schmerzhaft werden könnte (sollte z. B. Bully sterben)

    graue Handlune: Ja, denn Menschen/Aliens verändern sich und Entscheidungen welche ich in der Vergangenheit getroffen habe, könnten heute ganz anders ausfallen

    sichere Handlungsträger: Bis auf PR, Atlan UND Bully wären alle anderen Personen "unsafe"

    Charakteränderungen: Ja, wie schon erklärt können sich Menschen/Aliens verändern und warum soll aus einem "guten" nicht auch ein "böser" werden? Oder umgekehrt?

    Parken von Hauptfiguren: Warum nicht? Klar will ich bestimmte Personen früher wiedersehen (z. B. Atlan) oder auch nicht (Dao-Lin H'ay).

    Wiederholunge/Lose Enden: So wie es bisher war, ist es für mich okay.

    Zusammenfassend: Grundsätzlich gefällt mir die bisherige und speziell die aktuelle Handlung gut. Das Leben ist nunmal bunt und so ist es auch mit der PR-Serie. Nicht alles was geschrieben wurde hat meinen Beifall gefunden, doch so ist es halt. Dafür habt Ihr (das PR-Team) es geschafft, das ich über so viele Jahre Woche für Woche "meinem" PR entgegenfieber (mal mehr mal weniger ;-) )
    Aktuell bin nich seit Wochen immer am Rande des Herzinfarktes (habe ich schon mal bei FB erwähnt). Diese Unsicherheit im Anfangsstadium des Zykluses ist natürlich nervenaufreibend, doch gehe ich mal von einem Happy End aus. Das dabei Veränderungen am Gesamtkunstwerk PR-Serie vorgenommen werden, sehe ich dabei als folgerichtig und wünschenswert an. Dabei vertraue ich Euch, dass Ihr dabei das richtige Maß findet (schließlich wollt Ihr Euch doch nicht das Wasser abgraben - oder?).

    Ad astra
    Thomas Jantsch

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  6. Hallo Christian,

    ich lese Perry Rhodan seit fast 40 Jahren (Konzilszyklus), allerdings nicht kontinuierlich, da durch allerlei private und persönliche Veränderungen eine Lektüre mir nicht immer möglich war. Aber ich habe über die Jahre hinweg, immer wieder einen Neustart in verschiedenen Phasen der Serie versucht. Jetzt bin ich wieder seit Band 2700 dabei. Solche Zyklenanfänge sind ja immer ein guter Startpunkt... und bislang bin ich dabei geblieben und immer wieder neugierig auf jedes neue Heft (bzw. ebook)!

    Zu deinen Fragen: Es muss etwas dran sein, dass ich bislang immer wieder mit Spannung auf jedes neue Heft warte. Nur, was ist es? Ist die Serie unkalkulierbar geworden? Das kann entgegen deiner Vorgabe durchaus auch spannungsfördernd sein, wenn man bereit ist, sich überraschen zu lassen.

    Bezogen auf die Handlungsträger: Es gab z.B. immer wieder beliebte Figuren, die den "Hut nehmen" mussten. Stellvertretend für alle seien hier meine alten Lieblinge Dalaimoc Rorvic und Tatcher a Hainu genannt... diesmal stehen allerdings mit Bully und Gucky zwei zentrale Handlungsträger auf der Kippe. Und bei Tolot und Tek war es auch verdammt knapp... Das ist schon sehr spannend. Ich würde nur kein Massensterben im Stile einer "Third-Genesis"-Krise empfehlen. Vielleicht mag es auch reizen, selbst Perry aus der Serie zu katapultieren, aber als Leser möchte ich gewisse Grenzen schon gewahrt wissen.

    Was ich immer wieder als Kritik höre, ist, dass am Anfang eine mächtige Gefahr auftaucht, aber am Ende doch immer wieder alles ist wie vorher. Das stimmt allerdings in dieser Form auch nicht. Die Verhältnisse in der Galaxis haben sich in den letzten Jahrhunderten schon gewaltig verändert. Ich persönlich finde es wichtig - auch als Alt-Leser -, dass eine gewisse Ausgewogenheit zwischen Veränderungen und Neuerungen stattfindet. Wenn ich ins Heft schaue und kenne keine Handlungsträger mehr, dann steigert das nicht mein Interesse. Allerdings ist es auch gut, wenn über die Jahre hinweg neue Handlungsträger aufgebaut und in die Serie eingeführt werden. Das war auch schon immer Usus. Sonst gäbe es keinen Atlan, keinen Tolot und keinen Tek usw. usf.

    Was ist aber, wenn etwas "auserzählt" ist? Es kann sein, dass eine Figur nicht definitiv (!) auserzählt ist. Ich würde daher nicht voreilig zu viele Charaktere abservieren. Manche Personen wandeln sich auch, siehe Roi Danton. Eine Rückkehr sollte offen gehalten werden. Aber natürlich sollten diese nur bei Bedarf reaktiviert werden, wenn es in die Handlung passt. Apropos: gibt es nicht noch irgendwann ein Hintertürchen für Dalai und Tatcher...? Vielleicht wären diese geparkten Charaktere auch interessant für Sonder(wieder)veröffentlichungen. Aber auch das findet ja bereits statt (siehe Mehrteiler, Atlan, Planetenromane).

    Insofern: ihr macht es mMn im Augenblick ziemlich gut! Aber übertreibt es nicht im Überschwang, v.a. richtet keinen irreversiblen Schaden an...

    Viele Grüße
    Christian

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  7. Für mich ein ganz klares JA zu Eingangsfrage!

    Seit einigen Jahren macht mir das Lesen der Erstauflagenhefte Woche für Woche wieder so richtig viel Spaß! - Eben gerade auch weil ich nicht einmal ahne, wohin die Reise geht!

    Die letzten Gegner habe ich nicht als Bedrohung empfunden, die gefühlt hundertste SI als Gegner war irgendwann einfach kein spannender Gegner mehr...

    Aber auch alleine das Aufbrechen/Aufweichen der unsäglichen Viererblöcke macht das Lesen, zumindest bei uns zu Hause, wieder viel interessanter!

    Solange gewisse Aspekte nicht ganz eingerissen werden (Perry, Bully, Atlan, Tolot, Gucky, Tek, Tiff, Bostich, Monkey und Mike sollten ihre Aktivatoren noch sehr, sehr lange behalten), kann gerne mal an ihnen gerüttelt werden.

    Gelegentlich gesetzte zweifelhafte Handlungen machen die Figuren vielschichtiger, Selbstzweifel runden die langen Lebensspannen ab.

    Sehr schade fand ich die für meinen Geschmack unsägliche Entzauberung der Cynos, aber es gibt so viele andere "Altlasten", die gerne mal wieder aufgegriffen werden könnten, es muss nicht immer nur eine neue und noch eine neue Bedrohung her, um Spannung aufzubauen!

    Wie kam die Terminale Kolonne TRAITOR an die Mikro-Bestien?
    Was ist mit den Androgynen-Stämmen passiert, die auf dem Weg zur Großen Leere "ausgesetzt" wurden?
    Wo steckt Moira und was tut sie momentan?
    Was passiert auf der anderen Seite des Möbius-Bandes?

    Toll finde ich das mit den Varios und den beiden noch nicht (wirklich?) gefundenen Zellaktivatoren im Stardust-System. Ich freue mich darauf, dass es da hoffentlich bald sehr spannende Geschichten geben wird...

    Für mich sind solche Aspekte viel, viel spannender als übermächtige Gegner (also "meist" SI), die am Ende eh bezwungen werden, denn selbst unter Verlusten bleiben sie überwunden...

    Für mich ist ein Highlight der Sternenozean-Zyklus, denn eine Gefahr entstand nicht nur vor der Haustür, sondern mitten IN der Bude!

    Des Rätsels Lösung liegt für mich zwischen den bodenständigen Abenteuern, den Überraschungen, den Handlungsebenen "vor der eigenen Haustür" auf der einen Seite und Rätseln in "weiter Ferne" mit kosmischem Überbau auf der anderen!

    "geparkte" Aspekte ruhen doch nur! - Kommen neue Ideen, lassen sie sich doch raktivieren und wenn nicht, dann halt (erstmal) nicht...

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  8. Meine Meinung: Es muss immer mal wieder Neues dazukommen, und auch alte Zöpfe abgeschnitten werden. Beim Abschneiden der alten Zöpfe sprich rausschreiben altbekannter Figuren werdet Ihr aber immer wieder das Problem haben, das eine Gruppe Leser "Zeter und Mordio" schreit.
    Während Georg Telener für ersetzbar hält, ist er für mich eine liebgewonnene Figur. Ich freue mich jedesmal, wenn es einen gutgeschriebenen Roman mit ihm gibt. Wie jetzt z.B. gerade 2717 von Susan.
    Dagegen bin ich einigermassen froh, das Alaska z.Zt. keine Rolle mehr spielt."
    Und so können wir das für alle ZA Träger und anderswie langlebige Figuren durchlaufen.

    ABER für die Serie als solches ist es in meinen Augen sinnvoll und ich würde auch einen (echten) Tod von Bully oder Tolot überstehen und weiterlesen, obwohl das sicher weh tuen würde.
    Solange die Romane selber gutgeschrieben sind, und die Story insgesamt spannend.
    Mit gutgeschrieben meine ich übrigens nicht per se spannend und voller Aktion sonder auch bzw. oder einfühlsam und farbenreich.

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  9. Hallo.
    Es ist schön, dass Du als Expokrat um die Meinung der Leser nachfragst. Du wirst aber nur unzählige Listen von No-Gos und bitte lass diesen oder jenen weiterleben lesen.
    Wenn man PR wie ich seit über 40 Jahren wirklich nur zur Unterhaltung liest und die Serie nicht wie einige Hardliner mittlerweile in Bibelnähe gerückt hat, dann ist es eigentlich doch so, dass man die Handlung mehr oder weniger hinnimmt - wie im Leben halt.
    Da ist auch niemand vor dem Ableben gefeit, egal wie unverzichtbar er/ sie uns auch erscheinen mag.
    Das ist halt so.
    In der Vergangenheit hat man einzelne Personen schon öfter aufs Parkdeck zwischengelagert (Tiff, Atlan, Icho Tolot usw.) und sie später, wenn man eine interessante Handlung um sie stricken konnte wieder aus der "Versenkung" geholt. Ich persönlich halte dies für ein probates Mittel, um beliebte Handlungsträger nicht gleich "aus einer Laune" heraus endgültig zu "entsorgen".
    Aber wie auch immer - ich lasse mich seit so vielen Jahren Woche für Woche gerne von Euch überraschen - auch wenn die Überraschungen dann - wie im Falle meiner Lieblingsfigur Alaska - nicht immer nach meinem Gusto sind. Immerhin habt ihr ihn ja nicht gekillt - und so verbleibt die Hoffnung, auch Alaska irgendwann mal in neuer Frische wieder zu begegnen.
    Also, macht weiter so...

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    1. Hier mein kleines +1, weil die Antwort am ehesten meinem Empfinden entspricht. In der Vergangenheit fand ich manche "Entsorgung" zu radikal. Bei einer solch langfristigen Angelegenheit wie Rhodan kann man ein Artefakt oder eine Person einfach mal "wegschieben". Das habt Ihr bei Tifflor prima gemacht, und bei Alaska im Grunde auch, da er noch da ist und z.B. in einer Geschichte, wo Kosmokraten eine Rolle spielen, das richtige Salz in der Suppe werden kann (Interessenkonflikt, anyone?). Bei den Sonnentransmittern hatte das PR-Team es eigentlich versemmelt, am Ende des MdI-Zyklus wurde eigentlich so ziemlich alles gesprengt, was an Technologie-Potenzial aufgebaut wurde - da habt Ihr noch einigermassen die Kurve gekriegt, das Ganze wurde dann realzeitlich Jahrzehnte später wieder interessant und man konnte es über Nebentransmitter etc. wieder aufbauen.

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  10. Ich möchte, ergänzend zu meinem obigen Eintrag, noch anfügen, dass es in früheren Zeiten üblich war, tolle Charaktere zu bringen, die zudem sehr beliebt waren, es teils immer noch sind. Etwa Omar Hawk, Melbar Kasom, Don Redhorse, Brazos Surfat usw - sie kamen dann irgendwann nicht mehr vor oder starben den Serientod. Heute hingegen müsste damit gerechnet werden, dass solche Lichtpunkte der Serie über hunderte von Heften mitgeschleppt würden und dabei alles verlören, was sie so besonders machte.

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  11. hm, ich bin ein "mittelaltleser" und war seit jahren nur am hbf "fortsetzung folgt," also die letzte seite des eig. romans gelesen. ausgestiegen bin ich öfter, da mir das immer gleiche schema: huh, übermächtiger gegner - man findet eine waffe, trifft widerständler - gegner ist sehr schnell seiner fähigkeiten beraubt - gegner wird in einem (!) heft abserviert, eindeutig zu vorhersehbar gewesen und um ehrlich zu sein, auch zu langweilig. es hat mir keinen spaß mehr gemacht, gähnende vorhersehbarkeit.

    der höhepunkt war das rhodan dann koltoroc mal eben killt. völlig gottgleich, völlig irreal. man musste ja schon angst haben das xaryn oder andere chaotarchen ebenfalls mal nebenbei vernichtet werden. ich hatte oft gedacht, alle superintelligenzen sollten wenn der name rhodan fällt, ihre lebensversicherungen erhöhen. das alles war für mich sehr sehr unrealistisch und einen gottgleichen perry rhodan wollte ich nicht u. habe die serie mal wieder verlassen.
    superintelligenzen gehören dazu ! aber man muss die relationen sehen. mir zb. hat bardioc und seth-apophis gut gefallen.
    zur frage: ganz radikal, "ja !!" außer rhodan, der ruhig öfter mitspielen sollte, ist jede figur mal am ende. dazu gehört auch gucky, welcher sehr krampfhaft von den autoren beschrieben wurde. natürlich ist man zu bestimmten dramatis personae in einem bes. verhältnis aber eine serie, will sie langfristig überleben, darf nicht ungeheuere "altlasten" mit sich schleppen, sonst verknöchert sie. auch wenn es mir weh tun würde, würde ich den serientod von mir lieben handlungsträgern unterstützen. übrigens, ich fand dalaimoc rorvick u. thatcher a hainu auch sehr sehr gut.
    der gegenwärtige kurs gefällt mir gut, ich bin wieder dabei. radikaler umbau der serie tat not. ich finde es auch sehr gut, dass die onryonen nicht gleich "böse" sind sondern "schattiert," von ihrer sache einfach nur überzeugt. die aufweichung der klischees war dringend notwendig. also, entledigt euch mutig einiger unsterblichen und fallt bitte nicht zurück in dem immer gleichen zyklusschemata.
    grüße aus düsseldorf.

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  12. Im Moment bin ich von der Serie so begeistert wie lange nicht mehr. Was mit der JV passiert ist und das mit gucky hat mich natürlich geschockt, aber wenn es einem Autor gelingt mich dermaßen mitzureißen und aufzuwühlen dann hat er seine Sache gut gemacht.

    Das Attentat von Tek war für mich auch logisch nachvollziehbar schließlich ist man an einem Punkt an dem es nichts bringt seinen Gegner zur Aussprache bei ner Tasse Kaffee einzuladen. Und wenn man eh vorhat ne raumschlacht mit tausenden von Toten zu starten dann sollte man sich nicht über den einen aufregen den man selbst erschossen hat.

    Ich hab von den ersten siebzehn Heften erst eins gehabt das ich teilweise überflogen hab weil mich so ein traumlandschaftsgewandel nicht anspricht. Is n guter schnitt find ich. Als Autor ist es nunmal unmöglich es allen Lesern recht zu machen, aber das muss er ja auch nicht.

    Insgesamt wird im Moment echt tolle Arbeit abgeliefert, also macht bitte weiter so.
    Vielen dank für die tolle Unterhaltung die mir jede Woche geboten wird.

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  13. Rainer Heger
    Hallo Christian,
    als Namensgeber des Serie ist nur Perry unverzichtbar, über alle anderen wirst Du von 1000 Lesern 2000 Antworten erhalten. Alte Zöpfe langweilen nach einer gewissen Zeit, nur Neues fesselt. So geht es mir auch bei "Lieblingsautoren", wenn die über Jahre immer altbewährtes aufwärmen, dann wechsle ich nach einer gewissen Zeit. Die Charakteränderungen bei Hauptpersonen müssen glaubhaft sein. In meinen Augen war ein großer Fehler die HI, nun wird seit 500 Heften immer wieder ein Transportsystem nach dem anderen eingeführt und entsorgt . Eine Handlung nur in der MS entspricht nicht dem Charakter der Serie, also seid mutig und führt ein neues Triebwerk ein, das dieses Herumgewurschtel unnötig macht. Es müssen ja keine Raumschiffe sein, in denen wieder alles "von selbst" läuft. Parken von Handlungsträgern ist okay, aber nicht endloses Parken von Handlungssträngen. Hier will ich als Leser eine Entschädigung für die Zeit meines Lesens, sprich eine Lösung. Bedenkt, wir Leser haben keine ZAC.
    Gruß
    Rainer

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  14. Warum kann man sich hier nicht mit Facebook oder Twitter einwählen ?

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  15. Ich denke das es bei PR nur 2 Dinge gibt, die definitiv unantastbar sein sollten. Dies gilt nur für Perry selber und für Atlan. Alle anderen Charaktere sind "theoretisch" austauschbar. Auch mir persönlich würde es schwer fallen den Roman zu lesen in dem Bully definitiv stirbt, oder Gucky.. aber es darf einfach kein Tabu geben für diese Personen, solange es nicht dem plumpen "Ahhhh" Effekt dient, sondern die Handlung diesen Schreit unvermeitlich erfordert.

    Gerade Serie wie GoT oder WD zeigen deutlich, das man Spannung damit erreichen kann das man die Charaktere in einer "Realistisch" gefährlichen Welt spielen lässt.. und in einer solchen Welt sollte auch der Tod dazu gehören wenn man sich permanent in Gefahr begibt.

    Vom Parken der Figuren halte ich persönlich rein gar nichts, weil es IMMER deutlich wird das diese Figur gerade am Arsch der Welt rumgondelt, eben weil man gerade keine Verwendung für sie hat. Dann lieber doch der Figur einen Finalen Abgang gönnen und Platz machen für neue Interessantere Figuren.

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  16. marco rossetti: naja, marco, das tekener einen onryonen kaltblütig tötet war für mich schon recht krass. dass er dann noch, wenn ich mich recht erinnere, eine raumschlacht zwischen tefrodern (gut, dass sie wieder da sind, ich liebte den mdi-zyklus) und onryonen anzettelt mit hunderttausenden von toten fand ich überhaupt nicht gut. eigentlich sollte er wg. kriegstreiberei u. massenmord vor das tribunal. der autor des romans hat es aber arbeitsmäßig gut gemacht, kam doch abscheu vor tekener hoch. gute leistung, da so etwas fesselt. ng dir.

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  17. Ich bin ja, ASCHE AUF MEIN HAUPT, leider und bisher immer noch, aus beruflichen und privaten Gründen bei Band 2601 "hängen" geblieben. Zur aktuellen Handlung und den "Aussichten" kann ich also nicht viel beitragen. Aber ich bin wie viele andere ebenfalls dafür, eine gewisse "Konstannz" und eine Figuren-"Stammbesatzung" beizubehalten, auch wenn nicht jeder in jeder Folge vorkommen muss. Überhaupt sollte man Charaktere nur in absoluten Ausnahmefällen wirklich "sterben" lassen. Es spricht doch wirklich NICHTS dagegen, Figuren, die im Verlaufe der Handlung eine gewisse Bedeutung erlangt haben aber für die aktuelle Handlung gerade nicht "benötigt" werden, einfach eine ( nicht näher definierte) "Weile" lang überhaupt nicht zu erwähnen. Außerdem erledigt sich, außer bei ZA-Trägern oder sonstwie "haltbar" gemachten Figuren", vieles über die Jahrzehnte und Jahrhunderte doch sowieso von selbst. Einzelpersonen jetzt DEFINITIV "abzumurksen" ist somit eigentlich unnötig, es sei denn, es ist mal wieder ein HELDEN-TOD "unumgänglich", oder die Figur hat sich den "Hass" der gesamten Expo-Kosmokraten zugezogen...
    Zuguterletzt, und weil einige das sicherlich von mir erwarten, möcht ich mich der Frage von ALEX anschliessen und mich sowohl nach dem Verbleib von MOIRA erkundigen, als auch für ihre Rückkehr plädieren. :-)

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    1. P.S. = Was das Lesen betrifft, möchte ich hiermit auuusdrücklich BESSERUNG geloben :-)

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  18. Die relativ Unsterblichen - da ist niemand sakrosankt. Und ich meine *niemand*. Dass von einem Haufen (bis zu) 3000-jähriger alle 500 Jahre mal einer ins Gras beißt, ist absolut OK.

    Ein Heldentod sei ihnen dann aber schon vergönnt! Das erfordert aber Mut, denn sowas ist trotz Leserprotesten nicht mehr zurückzunehmen. Off-camera-vielleicht-Tode nimmt Euch andererseits sowieso niemand mit mehr ab, der mehr als zwei Hinzellen besitzt.

    Das Polyportsystem - hier geht es doch um das Beseitigen eines den Expokraten lästig gewordenen Werkzeugs. Das passiert ständig, nur die Namen der Werkzeuge wechseln. Können wir uns also darauf einigen, dass es sich hier gar nicht um eine Veränderung handelt sondern um business as usual? Dass ein MILLIONEN JAHRE altes Transportsystem nach ein paar Jahren im Vorbeigehen kaputt gemacht wird ist sowas von forciert, das gefällt mir nicht. Wer sowas in die Serie reinschreibt, der muss damit leben. Das sollte man sich halt vorher überlegen.

    Die Moral der Charaktere - Nein, von den "Guten", wie du ja selbst schreibst erwarte ich eben keine "schattierte/graue Handlungen". Da wird umgekehrt ein Schuh draus: Wer die "Guten" sind, entscheide *ich*, *nachdem* ich mir ihre Handlungen angeguckt habe. Also drängt mir bitte keine Seite als "die Guten" auf, die den daran hängenden moralischen Ansprüchen nicht genügt.

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  19. Ich hab schon mal wo geschrieben: Perry und die unsterblichen können gern zur SI aufsteigen und den Menschen aus dem Hintergrund helfen. Könnte man mal ein paar Bände so machen und sehen, wer dann das Heft übernimmt. Vorsicht bei negativentwicklung von Hauptfiguren - da hat man bei Maddrax gerade ganz schlechte Erfahrungen mit den Fans gemacht weil Aruula (Fremdbestimmt) zur Mörderin mutierte...

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  20. Hallo zusammen
    Von meiner Seite kann ich bestätigen, was vor mir schon gesagt wurde: PR ist spannend, weil man nicht weiss, was als nächstes passiert! Es kann jeden treffen.

    Beim Anbeginn von PR wurde aus dem Vollen geschöpft. Neues wurde entwickelt, was dann über hunderte von Heften ihre oder seine Geschichte erzählen durfte.
    Irgendwann wiederholte sich dann die Formel und man bewegte sich auf ausgetretenen Pfaden. Die waren zwar auch nicht wirklich schlecht, aber es fehlte oft die Nachvollziehbarkeit. Irgendwann kommt die Leserphantasie nicht mehr mit, weil man sich zu sehr in kosmischen Bereichen bewegt. Da zähle ich meine auch dazu.

    Geschichten von Superintelligenzen mögen durchaus spannend sein, aber man muss diese durch die Augen eines Menschen sehen dürfen. Anders lässt sich dieser Atem des Kosmos
    schlecht vermitteln.

    Der jetztige Zyklus ist spannend und zum Teil auch brutal, was mich aber nicht stört. Die Menschen gehen zumeist mit gutem Beispiel voran, aber es sind eben auch nur Menschen. Von den anderen Völkern der LFT will ich gar nicht erst anfangen... Dort menschelt es zumeist auch sehr. ;-)
    Da kann ich aber gut mitfühlen. Mit solchen Gestalten habe ich es tagtäglich zu tun, und da bin ich wohl nicht der einzige.

    Momentan kann ich das nächste Heft kaum erwarten!

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  21. Hallo Christian,

    ich hab jetzt nicht alles gelesen was oben steht, das war mir einfach zuviel. Schau doch einfach mal auf die Serie in Gänze. Es wurde ja sogar unter K.H. Scheer so mancher Zopf abgeschnitten und das hat der Serie nie geschadet. BAnd 400 z.B. präseentierte einen 1000 Jahr Schritt und machte Schluss mit dutzenden Mutanten etc... Das muss für die Leser damals ein Schock gewesen sein (leider kann man das nicht nachlesen, da weder die LKS damals aussagekräftig war, noch gab es Internet). Man fing quasi bei Null an und baute wieder etwas neues auf. Genauso gab es unter Voltz das Ende des Solaren Imperiums (für viele Leser damals sicher auch ein Heiligtum). Dann kam Band 1400, wieder ein Einschnitt und auch da gab es viele neue Impulse. Der rote Faden der sich durch diese "Veränderungen" zog war, dass es eine Art "Phönix aus der Asche" Effekt gab. Ich begrüsse dies ausdrücklich, denn so behält man den Effekt, dass die Serie eine kontinuierliche Weitererzählung der Geschichte der Menschheit in der Zukunft ist.
    Negativ Beispiele gibt es aber auch. Leider gab es am Ende der letzten Zyklen immer dieses "wir setzen alles auf Null" Phänomen... Am krassesten war da der "Sternenozean" Zyklus. Ein Zyklus, der ausser der Hyperimpedanz eigentlich komplett weggelassen werden kann, da nichts relevantes für die Seriezukunft passierte. In Band 2299 war wieder alles wie vorher. Schrecklich !!! Ich möchte Geschichten und Geschichte die sich entwickelt und wo eine Handlung auch Auswirkungen auf die Serienzukunft hat.

    Dazu gehört auch das Sterben von Serienfiguren. Was wäre PR ohne Second Genesis Krise.. Thoras Tod... Ras Tschubais Ende .. etc... Man muss wieder das Gefühl haben.. ups.. jetzt geht es der Person wirklich an den Kragen (gibts ja auch bei Game of Thrones...)!

    Was ich gar nicht möchte: lasst nicht positive Figuren plötzlich böse werden. Nachvollziehbare Veränderungen ok, aber keine Effekthascherei. Schlimmstes Beispiel ist die Entwicklung der SI ES ! ES war von Anfang der Serie an eine positiv besetzte Figur (oder Wesenheit). Eine Art "Leitvater" der Menschen. ES als hinterhältigen Schurken zu präsentierenn war für mich einfach unerträglich. Ihr müsst wieder dahin, bestimmte "Konstante" wieder zu installieren. ES muß wieder positiv werden.!

    Soweit erstmal- Sollte ich ähnliches geschrieben haben wir die Kollegen oben, dann liegts einfach nur daran, dass ich aus zeitgründen nicht alles gelesen habe.

    Jost Alpe

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  22. Hallo Christoph!
    Seit meiner Jugend in den 60ern habe ich immer wieder mal in das Perry Rhodan Universum hineingeschaut. Ab 1986 habe ich mir die Aufgabe gestellt dieses fiktive Universum auch mal ernsthaft zu untersuchen.
    Daher ist für mich es zur Gewohnheit geworden eine Gesamtansicht des Perry Rhodan Universums nicht aus den Augen zu verlieren.
    Veränderungen gab es immer wieder. Auch solch einschneidende wie die Second Genesis Krise, die Erde im Mahlstrom usw. usf.
    Aus meiner Sicht ist bereits (seit PR 2700) eine Änderung eingetreten. Mit den Expokraten ChrMo und WiVa wird wieder vermehrt auf Blicke in die Zukunft der Personen und Völker in den Niederungen (unsere uns bekannte eingeschränkt sichtbare und bekannte Wirklichkeit) eingegangen und Rätsel tun sich auf, die man gelöst haben will, wie in den guten alten Zeiten (= WiVo´s Materiequellen-Zyklus bis hin zu den Chronofossilien).

    Nun komm ich zur Beantwortung der gestellten Frage:

    Da aus meiner Sicht die Geschichte (von der ersten bis zur letzten) das Schicksal der Zellaktivatorträger erzählt, ist es eher sinnvoll nicht die Haupthandlungsträger Perry Rhodan, Reginald Bull, Icho Tolot, Gucky und natürlich Atlan an der Erfüllung ihrer kommenden Aufgabestellungen zu hindern. Auch viele der anderen Zellaktivatorträger können vielleicht doch noch ihren Beitrag (!) leisten.

    Erst mit einem wirklich großen Zeitsprung (ein günstiger Zeitpunkt ist da PR 3000) kann die Bühne, auf denen die geschilderten Ereignisse passieren, mal so richtig geändert werden.

    Momentan ist bereits eine Änderung in eine annehmbare Richtung geschehen. Im Hintergrund der laufenden Handlung bis zu ihrem Höhepunkt (PR 2999 wahrscheinlich)kann man neue Handlungsträger und neue politische Machtverhältnisse etc. einführen. Wie bereits geschehen mit dem "Projekt von SAN", das verspricht eine mehr geordnete Umgebung für die Lemuridenvölker zu schaffen, damit diese sich stabiler weiterentwickeln können und man auch sich mit Machtverhältnissen im Universum in einem größerem Maßstab sich widmen kann! Da ist ja wahrlich noch viel Raum für noch unbekannte ....

    Konkrete inhaltliche Ideen bringe ich hier nicht ein.

    Abschließend: Auch ich lege Wert darauf, dass sich in allen erzählten Geschichten aus dem Perry Rhodan Universum (betrifft jetzt im engeren Sinne die Heftreihe, die wöchentlich diese Aufgabe zu erfüllen hat)eine nachvollziehbare Veränderung der Geschichtsschreibung des Perry Rhodan Universums sich vollzieht.

    Das waren mal ein paar grundsätzliche Worte dazu

    Adolf Faber

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  23. Hallo, ich kann hier Adolf Faber nur zustimmen.
    Ich betrachte Perry Rhodan als eine Geschichte und nicht als zusammenhangslose Aneinanderreihung von Zyklen.Einen der Hauptcharaktäre aus der Serie zu schreiben wäre für mich so als würde man, überspitzt gesagt, mitten in der Geschichte der Bremer Stadtmusikanten die Katze erschießen.Das im Laufe der Jahre die Popularität der Protagonisten schwankt finde ich nur verständlich. Letztendlich bestimmen diese Poularität aber die Autoren indem Sie sich der Figuren annehmen, oder eben nicht. Da ich nicht gerade der große Schreiber bin, oder mich auch nur entferntest mit dem Handwerk der Autoren auskenne frage ich mich, wann ist die Geschichte einer Figur auserzählt? Müssen die Geschichtenschreiber sich immer mit dem alten Kram abgeben?
    Das die Autoren gerne neue, eigene Charaktäre einbringen möchten ist klar.Ich würde in meinem Beruf auch gerne öfter mal kreativer sein, aber auch ein "Stiefkind" kann Freude bereiten und manchmal bemerkt man erst viel später was man daran hat.Nach meiner Meinung sind Perry, Bully, Tolot und Konsorten eben soetwas wie Artos, Portos und Aramis also Hautfiguren der Serie. Diese zu stark zu verfremden (natürlich dürfen auch die mal straucheln),wäre für mich als Freund des "happy end" so als würde man die Katze erschießen. So zweifelt denn nicht an Euch, Ihr Expokraten und Schreibigenzen, lasst alte Figuren ruhig mal ruhen, die fressen Kein Brot.So manches alte Ersatzteil hat mir schon aus der Patsche geholfen.
    Die Atlanlösung finde ich super.
    Mal wegschicken den Jungen, da kann man zur Not immernoch eine eigene Story draus machen und wenn man Ihn braucht kann er aus Irgendeiner Zeitfalte wieder hervorkriechen.
    Nach so vielen Jahren in denen ich Woche für Woche die Geschichten unserer Helden verfolgt habe, insbesondere die Eheprobleme von Perry :) , sind mir die Figuren denn doch ans Herz gewachsen und ich würde zutiefst Bedauern wenn einer von Ihnen, für den Rest meines Lebens (purer Egoismus) für immer verschwinden würde.

    Michael Grimm

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  24. Hallo Christian,
    auch ich gebe einigen Vorrednern recht, wenn man fragt welche Figur ist verzichtbar bekommt man von 1000 Leuten tatsächlich 2000 Antworten.

    Das große Problem bei solchen Umfragen sind aber die Leute, die man damit erreicht. Das sind die aktiven mitfiebernden Leser, die sich Gedanken über "das Produkt Perry Rhodan" machen. Aber die sind nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Konsumenten, wenn mann die Auflage berücksichtigt.
    Es ist also eigentlich nur möglich, Rückschlüsse über die Akzeptanz von Handlungssträngen anhand der verkauften Hefte zu liefern. Sehr unbefriedigend und für eine vernünftige Planung leider nicht wirklich erfolgversprechend.
    Deswegen finde ich es trotz allem klasse, dass du als Expokrat, dir Gedanken machst wie man die Serie weiter ausrichtest auf Basis solcher Umfragen.

    Als Comic Fan bin ich immer wieder überrascht wie es einzelnen Autoren gelingt, jahrealte eigentlich stinklangweile Charaktere mit neuem Leben zu erfüllen, dies ist etwas was ich bei einigen ZA Trägern vermisse. Natürlich kann man diese aufs Abstellgleis schieben (Expedition ins All, Forschungsreise etc.), aber die Erfahrungen die sie dort gesammelt haben können doch zu Charaktereigenschaftsänderungen führen. Wenn Dao Lin H'ay's Beziehung mit Tekener nicht akzeptiert wurde, dann lasst Sie halt zu Hause zur Chefin werden, die äusserst unangenehme Entscheidungen treffen musste und die jetzt knallhart auf Kontra zu den anderen ist. Mensch, dass ist eine unsterbliche Katzenfrau, da kann man doch was draus machen!

    Und wie zwei Vorredner kann ich immer wieder nur bitten, betteln, aber auch ein paar gewichtige (wie ich finde)Punkte zur Rückkehr einer meiner Lieblingsfiguren anbringen.
    Ihr habt einen 2,70 großen, weiblichen Predator(Sorry)in der Versenkung verschwinden lassen. Moira.
    T-Shirts, Poster egal, mit der kann man alles verkaufen, und sie hat auch die benötigte Kaltblütigkeit für Black OPS. Eine Jagd Moiras nach einem ruchlosen Gestaltwandler-Marshall würde einiges an Action und Abenteuer bieten.

    Jetzt noch die Liste von meiner Meinung nach unverzichtbaren Charakteren: Perry, Bully, Atlan, Gucky und Icho. Alaska ist ja bereits auf zu einer neuen Entwicklung, die m.E. sehr gut zu ihm passen wird. Tiff habe ich nie verstanden, Michael Rhodan (ja, nicht Roi Danton, dass war in den 300ern schon lächerlich) ist wie gemacht für eine lange Reise auf der Suche nach irgendwas, Ronald Tekener ist -um im Comic Sprech zu bleiben- prädestiniert eine Figur ala Wolverine zu werden, er ist der beste in dem was er tut, aber dass ist nicht immer nett. Homer, sorry, aber seht nur im wirklichen Leben, wo die Finanzgenies von gestern den Untergang im Heute eingeleitet haben, absolutes NoGo, noch schlimmer als die Warringers und Kantors, denen immer wieder eine neue Idee kam. Bostich? Habt ihr jetzt hoffentlich die Möglichkeit vom Tribunal abservieren zu lassen, ein unsterblicher Arkonide reicht. Und Monkey? Coole Idee, aber durch die dämlichen Seehilfen, naja, netter Versuch, werde ich wohl nie mit warm (genau wie mit der dämlichen Siezerei).

    Jetzt habe ich doch eine Aufstellung gemacht, wollte ich eigentlich nicht, naja, ist wohl ein Zeichen dass mir die Leute aus den Raketenheftchen (geiles Wort von Klaus) doch nicht egal sind.

    Zu guter Letzt ein Spruch vom Fussball auf Perry Rhodan übertragen:
    Was die ganze Sache so spannend macht, ist dass keiner weiß wie es ausgeht.

    Das ist momentan ein Faktor wie lange nicht mehr. Und das ist auch gut so.

    Michael Holtz

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  25. Hallo - ich finde es echt schade, dass solche Diskussionen nicht auf Facebook geführt werden und man damit gleich Werbung für Perry Rhodan damit macht.
    Überhaupt kennen nur wenige im Alter 15-30 Perry Rhodan, weshalb ich mir mehr Facebook-Aktivität wünschen würde. Gruß Mathias

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    1. Ich finde es sehr gut, dass solche Diskussionen im echten www geführt werden und nicht in einer gated community. Es soll ja auch Menschen geben, die sich dem verweigern.
      LG
      Maurice

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    2. Sci-fi lesen und auf der anderen Seite nicht mit der Zeit gehen ist schon schwarzer Humor.

      Die Möglichkeit damit Werbung für die Serie und damit den Fortbestand zu sicheren lässt man ohne FB heute verstreichen.

      Technisch ist es möglich beides parallel laufen zu lassen.

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  26. die Serie ist seit 2700 einfach super. Sehr gute Schreibe, viel Sense of Wonder und abgefahrene Ideen. Ihr macht alles richtig.
    Am Anfang des Zyklus war ich nur darüber enttäuscht, daß schon wieder eine Variante der Standardsituation geboten wird: unbesiegbare Böslinge tauchen plötzlich auf, im Laufe des Zyklus werden Gegenmittel gefunden, zum Schluß werden sie davongejagt und alle sind wieder glücklich. Erstaunlich, wie viele sehr kreative Variationen über dieses Thema euch einfallen, aber ich frage mich, ob nicht auch was anderes möglich wäre. Hat es schonmal einen Zyklus gegeben, wo es mal eine ganz andere Handlung gegeben hat? ich kann mich gerade nicht erinnern, lasse mich aber gern belehren.
    Und wo ich schon mal dran bin: Raumschlachten hab ich immer schon unsagbar öde gefunden, auch Risikoeinsätze, bei denen die ganze Zeit geballert wird. Ich begreife nicht, was daran toll sein soll. Zum Glück haltet Ihr Euch einigermaßen zurück damit :) generell jedenfalls weiter so, ihr seid toll.

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    1. Genau meine Meinung mit den den Raumschlachten und Kommandoeinsätzen. Todlangweilig. Das ist zu "old school" und lockt mich nicht mehr hinter dem Ofen vor. Mein großer Bruch mit der Erstauflage begann mit den Dscherro Massakern in Terrania. Da dacht ich mir echt nur, "gehts noch"? Lustigerweise kam dann noch Perry Rhodan Action raus, als ob die Erstauflage nicht schon genug "Action" gehabt hätte...

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  27. Meinetwegen könnt Ihr so ziemlich alles, was als alter Zopf empfunden wird, sofort abschneiden: Gucky (wer vermisst ihn wirklich?), Alaska (ist eh schon weggeparkt), Bully meinetwegen (aber ehrenvoll). Roi Danton (hat seiner Zeit wirklich gehabt).

    Wichtig ist nur: Dass neue interessante Figuren aufgebaut werden, die Leser zu fesseln vermögen. Diese neue Chefwissenschaftlerin Dorksteiger ist trotz grüner Haut noch nicht interessant genug. Waringer war da trotz seines "linkischen" Wesens ein ganz anderer Charakter, mehr dieser ewige "mad scientist", der schon ewig durch SF- und Filmgeschichte geistert. Toufec ist wohl als so eine Art Sandal Tolk mit Nano-Maschinchen im Wüstensand gedacht. Aber er trägt noch nicht wirklich weit. Da muss noch etwas mehr kommen.

    Für mich ist im neuen Zyklus ab 2700 für Spannung mehr als gesorgt. Ich liebe die Abwesenheit von kosmokratischen Überwesen und die Beschreibung echter Raumfahrer-Nöte, wenn der Inhalt der Sauerstoffflasche sich allmählich zur Ende neigt, wie in den ersten 2700er-Bänden mehr als einmal beschrieben. Ein früher üblicher "distanzloser Schritt" stand da glücklicherweise nicht zur Verfügung. Der Weltraum ist eben kein natürlicher Lebensraum für Menschen, sondern eine in jeder Hinsicht lebensfeindliche Umgebung. Dagegen können Menschen erfolgreich ankämpfen und natürlich manchmal auch verlieren.

    Das Expo-Team sollte mit Mut weiter voranschreiten und uns Leser immer wieder mal mit Überraschendem konfrontieren - auch das sorgt für die notwendige Leser-Blatt-Bindung.

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  28. Von den Aktivatorträgern könnte ich höchstens auf Bostich verzichten. Veränderungen mag ich nicht besonders. Und ich bin ein Fan von kosmischen geschehen. :-)

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  29. Hallo Cristoph
    Viele Fragen. Und viele persönliche Stimmungsbilder dazu.
    Ich hänge mich zunächst zustimmend an: Anonym 19. September 2013 17:40, Michael Grimm, Adi. Danke, ihr habt mir Tippen erspart ;)

    Alle Antworten hier zeigen eines deutlich: es gibt nicht „die richtige“ Lösung. Vielleicht ist der einzige gemeinsame Nenner die Tatsache, dass sich die meisten Leser dauerhaft bei der Serie wohlfühlen wollen. Das bedeutet: Kompromisse. Eine ausgewogene Mischung. Ich z.B. mag nicht alles freigegeben haben zum Abriss aber ich mag auch nicht in Stasis am Status Quo verharren.

    Was sind eigentlich „alte Zöpfe“? Das Zwiebelschalenmodell? ES? Die Lemurervergangenheit? Die LFT/das Galaktikum? Der turnusmäßig erscheinende Gegner vor Terras Pforten? Die HI? Polyport? Ein bestimmter ZA-Träger?
    In dem Begriff steckt eine Wertung und Vorentscheidung, was persönlich entbehrlich erscheint. Darum kann ich diese Frage gar nicht objektiv beantworten. Ich sehe keinen Ballast per se. Die Serie hat eine Bank angesammelt. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Eine Serie, die jahrzehntelang immer dem neuesten Wind hinterhergerannt wäre, ohne sich inhaltlich und serienpersonell zu verankern, stünde heute nicht so da. Aus dem Fundus kann man sich nach Bedarf bedienen – oder man lässt es einfach ruhen. Er kostet keine Miete, taucht auf keiner Gehaltsliste auf und er steht nicht mahnend vor dem Schreibtisch der Autoren und drängelt, dass er endlich mal wieder dran ist. Man kann damit arbeiten, aufbauen, umbauen. Wenn man mag. Wenn es passt. Beim verantwortungsvollen Verbrauch möchte ich was annähernd Wertiges dabei rauskommen sehen. Bildhaft erklärt: ich habe im Restaurant mal miterlebt wie sich jemand eine Zigarre mit einem Hunderteuroschein angezündet hat und es hat mich unangenehm nervös gemacht.
    Ich bin kein Freund von Retro-Entzaubern. Ich möchte mit der Serie zu neuen Ufern aufbrechen ohne hinter mir verbrannte Erde zu sehen.

    Von den ZA-Trägern möchte ich keinen missen. Die Zeit der Schwemme ist vorbei. Ich sehe sie als stabiles Personal, das nicht immer aktuell rumturnen muss, aber das mir das Gefühl gibt, einer langfristigen Entwicklung zu folgen. Es gibt Plots, die ich einem uralten Protagonisten abnehme aber einem Redshirt nicht.

    Dringend nötig halte ich das Erschaffen und Pflegen neuer charismatischer und ambivalenter Personen. Der Serie fehlen für meinen Geschmack Charas wie ein Londo Molari oder ein K’Kar. Und wo man viel Arbeit reinsteckt liegt der Gedanke nahe, sie auch eine Weile agieren zu lassen, damit ich mich auf sie einlassen kann.
    Identitätstiftende Figuren in allen Grautönen? Aber ja! Wenn es glaubhaft gebracht wird. Figuren, die nur gut oder böse sind, finde ich langweilig. Ich lasse mich gerne überraschen wenn die Überraschendes tun. (Langzeit)Charas sollen auch Dinge tun dürfen, die kontrovers sind und ein Gschmäckle haben. Wenn es nachvollziehbar ist und nicht mit der Brechstange daherkommt.
    Ihr habe übrigens einen ZA-Träger, der die personifizierte Grautönung ist. Tekener. Im „Fanal“ für mich das Paradebeispiel, dass es funktioniert, einen Chara auch zweifelhafte Handlungen ausführen zu lassen und mich gerade damit zu faszinieren. Für den sehe ich weit und breit keinen Ersatz.

    Sorry, 4.096 Zeichen reichen mir offensichtlich nicht *lacht* Rest folgt

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  30. Rest - ich stelle mich gleich in die Ecke ;)

    Auf deine Ausgangsfrage zurückzukommen: PR bleibt spannend, wenn ich nicht weiß, was als nächstes passiert. Das ist mein Resumé. Ich spekuliere gerne. Wenn ich damit einmal total richtig liegen würde sollte ich mir wohl Sorgen machen. Für Spannung brauche ich Veränderung. Aber den Eindruck des „Einreissens“ und Entsorgens möchte ich nicht bekommen, denn das zerstört, was für mich die Faszination des Perryversums ausmacht.

    Im realen Leben wird mir der Wegfall von Service oder Ressourcenvorhaltung als Fortschritt verkauft. Ich bin von Out- und Wegsourcing umgeben, von Modell-, Funktions- und Ansprechpartnerwechsel – da ist ein bisschen Stabilität im Privatvergnügen Lesen etwas, wo ich mich ausruhen kann. Natürlich ist es aufwendiger, beim Vorwärtsschreiben den Kanon im Auge zu behalten. Wenn ein neuer Autor z.B. über einen gewissen Icho Tolot schreiben soll muss er erst mal recherchieren, wer das überhaupt ist. Sonst gibt’s gleich Dutzende Leser, die den Finger heben. Für mich sind aber die Icho Tolots der Serie mit der Grund, warum ich PR dauerhaft lese.

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  31. Ja! Ein klares Ja zur Eingangsfrage. Interessant wird es nur durch Veränderung. Das was du unWim da gerade auf die Beine stellt ist allererste Sahne. Seit langer Zeit hab ich mal keinen Heftstau und sehne mich nach Freitag.
    Und bitte: Gucky ist ausgereizt. Ich empfinde ihn als den Jar Jar Binks des Perryversums. Lasst Ihn in Frieden ruhen.

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  32. Dritter Versuch. Wenns jetzt in die Hose geht weiss ich wenigstens, dass es im Perryversum nie nen Steve Jobs gegeben hat.
    Kurz und knapp. Wenn ihr 50 Jahre kurz und klein hackt, wie es derzeit aussieht, bin ich weg. Mit der Sol, M.rhodan, Alaska, Atlan, m.E. Mondra, ( Mann, der Held hatte endlich mal jemand bodenständiges, der nicht Staffage war...), der JV und Gucky habt ihr schlicht und einfach der Serie das Rückrat gebrochen. Auch wenn Brüche im Workfllow seit Windows 8 Mode sind, die jetzige Phase spiegelt in keinster Weise den Perry Rhodan wieder, der mir seit Heft 18 Erstauflage immer wieder etwas gegeben hat. Seit Sternengrab lese ich 'den Perry' zwar noch, aber selbst meiner Frau ist aufgefallen, dass ich nicht mehr frage, ob das Heft denn in der Post war.
    Und dies ganze rumgehampel mit 'dem Tod eines Aktivatorträgers' wenn der Mob, sorry ein Teil des Fandoms, mal wieder Blut sehen will, ödet mich schon Jahrzehnte an. Im Moment wird von meiner Sicht aus sehr viel verspielt. Die Grauzonen sind viel zu Grau. Beispiel: Diese ominöse Atopische Ordo mag ja was feines sein. Wenn sie aber von Massenmördern und Auftragskillern durchgesetzt wird und niemand eindeutig Stellung nimmt, ist was ganz gewaltig falsch im Perryversum.
    Gruss, Peter

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  33. Schwierige Frage(n). Die Serie Perry Rhodan war auf ihre Art immer ein Spiegel ihrer Zeit. Von daher ist es denke ich legitim mit alten Traditionen zu brechen. Um den alten Spruch "Tradition bewahren ist das Weitergeben des Feuers, nicht der Asche" zu bemühen.

    Das ist in der Vergangeheit der Serie mal gut, mal weniger gut gelungen. Was ganz falsch wäre ist sich auf Biegen und Brechen dem Zeitgeist anbiedern zu wollen. Es gab einige gute Ansätze, aber leider gefällt nicht jedem alles.

    Perry wirkt müde. Etwas Sense-of-Wonder würde ihm ganz gut tun. Ansätze sind eindeutig vorhanden, aber aktuell ist er schon deutlich abseits des Gewohnten. Und ehrlich: SO schlecht fand ich den letzten Zyklus nicht wie er gemacht wurde!

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  34. Danke für den Diskussionsanstoß, Christoph!

    Deine Frage ist allerdings zumindest ungenau gestellt, denn die meisten Antworten behandeln die notwendige / erträgliche Menge an Veränderungen oder die Frage, wer bleiben muss oder beseitigt werden kann. Mir geht es aber nicht um die Diskussion der Quantitäten, sondern um die Qualitäten von Veränderungen. Stichworte im Lastenheft der Expokratie dazu sollten etwa sein: Wahrscheinlichkeit (einer Entwicklung), Glaubwürdigkeit (von Figuren), Konsequenzen (von aktueller Handlung auf das Perryversum). Ich halte eine gewisse Achtsamkeit für notwendig, wenn man eine 50jährige Seriengeschichte fortschreibt.
    Fragen zur Qualität von Veränderung hast du uns aber nicht gestellt. Hier mal ein Beispiel einer sehr unglaubwürdigen Veränderungslinie, die dir sicher ebenfalls nicht gefallen würde: Gucky wächst ein zweiter Nagezahn und er wird zum blutsaugenden Vampir, der über Rhodans Enkeltochter herfällt, die von Atlan vergewaltigt und geschwängert wurde, während der Opa und Tolot schwarz gebrannten Schnaps an die Blues verkauften.
    Diese Szenerie ist sicher mehr als unwahrscheinlich, äußerst unglaubwürdig und hätte heftige Konsequenzen für die Serie. ggg
    Mit Veränderungen solltet ihr also sorgsam umgehen, sie kanonsicher konstruieren – und nicht etwa den bekannten Figuren von Roman zu Roman „nach Bedarf“ neue und andere Eigenschaften zuschreiben. Das ist in den wenigen Romanen bereits mit Perry (verantwortungslos), Bully (gedankenlos) und Tek (skrupellos) geschehen. Wären die Spontanveränderungen bei einem / jedem mit einer sauberen (Autoren-)Begründung geschehen, hätte ich kein Problem damit, aber für mich als Leser geschieht diese Veränderung unbegründet, um einer kurzfristigen Dramatik willen.

    Auch das Polyport-System oder die Jules Verne oder das Galaktikum oder die USO könnt ihr natürlich wegschreiben, denn ihr sitzt am Ruder des großen Schiffes und bestimmt den Kurs. Aber wenn dies alles direkt zu Beginn und praktisch zugleich geschieht, vermute ich neben den Rahmenbedingungen einer neuen Geschichte auch bewusste Absicht eurerseits: tabula rasa. Und ich frage mich, ob die zu erzählende Geschichte dies alles erfordert. Und welche Konsequenzen das für künftige Abenteuer von Perry oder für das Zusammenleben in der MS hat.
    Wie hatte KNF in Mannheim (Kurs 3000) noch so schön zur Musik deklamiert? „Die letzten großen Konflikte in der Milchstraße haben allen raumfahrenden Völkern gezeigt, wie wichtig ein gemeinsames Auftreten und ein gemeinsamer Kampf gegen Invasoren sind.“ In euren Bänden ab 2700 ist davon wirklich nichts mehr zu spüren. Da habt ihr einen Zopf abgeschnitten, um den es mir Leid tut. Und – das ist entscheidend, ohne die neue Szenerie auch nur im Ansatz aufgebaut zu haben, ohne eine Erklärung, was diesen Wechsel verursacht hat. Ihr wollt oder braucht ihn – also schreibt ihr ihn herbei.

    Als letzter Punkt: PR ist nicht dadurch spannend, dass ich nicht weiß, wer als nächster gequält oder umgebracht wird oder was als nächstes abgeschaltet wird. Ich mag die Akteure sogar, wenn sie nicht maltraitiert werden. An PR ist für mich spannend, dass ich Geschehnisse miterlesen kann, die eine innere Schlüssigkeit aufweisen, die sich vielleicht überraschend neu entwickeln, auch alternative Denkansätze ermöglichen, aber bitte nicht dem Altbekannten ohne einen Erklärungsversuch diametral entgegenstehen.

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  35. Ich finde diese Fragen sehr schwierig und in ihrer Pauschalität gar nicht zu beantworten. Wie WePe oben sagt, kommt es immer auf die Qualität der Veränderungen an, nicht darauf, vieviele "zulässig" wären. Aber ich versuche es trotzdem mal:

    Bleibt PERRY dadurch spannend, dass man nicht mehr weiß, was als nächstes passiert?

    "Nicht mehr"? Das wusste man noch nie. Natürlich bleibt eine Geschichte dadurch spannend, dass man nicht weiß, was als nächstes passiert - das ist doch die Definition von Spannung.

    Dass es auch grundlegende Veränderungen geben kann?

    Die hat es schon immer in der Serie gegeben. Grundlegende Veränderungen sind aber meiner Meinung nach nicht für die Spannung ausschlaggebend. Die Einschnitte von - sagen wir - Band 400, Band 700, Band 1400, Band 1800 brachten alle grundlegende Veränderungen mit sich. Dadurch wurde die Serie aber kein bisschen spannender oder weniger spannend; sie hat sich nur weiterentwickelt. Ich halte es für fatal, zu versuchen, Spannung in erster Linie durch grundlegende Veränderungen (oder die Andeutung möglicher grundlegender Veränderungen) zu erzeugen, statt durch eine in sich spannende Geschichte ...

    Dass das Polyport-Netz aus dem Spiel genommen wird, dass an der Figur Gucky gerührt wird, der Kleine ins Koma fällt,

    Das sind doch alles Einzelereignisse, die beim besten Willen keine grundlegenden Veränderungen darstellen - im Gegenteil, Transporsysteme sind schon wie Sand am Meer eingeführt und wieder abgeschafft worden, und an Gucky wurde auch schon das eine oder andere Mal gerührt.

    dass unsere "Guten" auch mal ... schattierte/graue Handlungen begehen müssen?

    Auch das ist nicht gerade neu. Und muss es auch nicht sein. Neu ist nicht besser! Qualität entsteht durch das Wie, nicht durch das Was.

    Dass vielleicht keine Figur mehr "sicher" ist?

    Wie oft hatten wir schon ein Untsterblichensterben? Aber das lag daran, dass es früher einen großen Pool an Figuren gab. Heute ist der Pool an längerfristigen Hauptfiguren leider schon sehr eingeschränkt, und momentan werden zwar Figuren "bedroht", aber es werden keine neuen längerfristigen Figuren aufgebaut. So reißt jeder erneute Verlust eine Lücke, die nicht gestopft werden kann. So schränken sich nur die Möglichkeiten zukünftiger Geschichten ein ...

    Oder ist das ein "Einreißen" dessen, was PR als Serie ausmacht? Soll quasi alles bleiben, wie es ist, mit minimalen Veränderungen in den Hauptfiguren/Hauptkonstanten?

    Was PR als Serie ausmacht, ist, dass es eine fortlaufende Geschichte erzählt, in der immer wieder auf Älteres zurückgegriffen wird und daraus neue Geschichten entstehen. Das ist alles. Wenn man allerdings den Eindruck gewinnt, die Expokratur wäre an dieser fortlaufenden Geschichte nicht mehr interessiert und würde lieber radikal alles auf Null setzen, dann ist irgendetwas falsch gelaufen. (Vielleicht auch nur in der Kommunikation.)

    Müssen "nur" neue Sachen dazukommen, oder müssen auch alte Zöpfe abgeschnitten werden?

    Das ist eine sehr tendenziöse Frage.

    1) Das "nur": Andersherum wird ein Schuh daraus. Es müssen neue Sachen dazukommen, wenn man Altes abschaffen will. Sonst wird nur am existierenden Serieninventar abgebaut, ohne es weiterzuentwickeln - ein rein destruktives Vorgehen. (Leider ist Kaputtmachen einfacher als Aufbauen.)

    2) Das Gegenteil von "neue Sachen" ist nicht "alte Zöpfe", sondern "Serieninventar". (Außerdem, wenn du fünf Fans fragst, was für sie "alte Zöpfe" sind, kriegst du mit Sicherheit mindestens 10 verschiedene Antworten.)

    (Fortsetzung folgt)

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  36. (Teil 2)

    Und wenn nicht - was passiert mit den alten Sachen, die eigentlich auserzählt sind?

    Was ist "auserzählt"? Auch hier gehen die Meinungen mit Sicherheit auseinander. Natürlich kann man nicht alles behalten und immer weiterführen - das hat aber meines Wissens auch noch nie jemand gefordert.

    Werden sie "geparkt", weil man nicht alles und jeden fortführen kann? Sollen alle "geparkten" Figuren/Themen wiedergeholt werden und die Fülle dessen, was ohnehin erzählt wird, noch weiter verkomplizieren?

    Wie dee oben sagt - Parken kostet nichts, nicht mal Parkgebühren. Aber alles, was gerade nicht thematisiert wird, kann dennoch jederzeit wieder aufgegriffen werden - das ist es doch gerade, was die Faszination des Rhodan-Kosmos ausmacht. Es sind keine unzusammenhängenden Episoden, sondern eine sich fortentwickelnde Geschichte der Menschheit in der Zukunft.

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  37. (Antwort Teil 1)
    Fangen wir mal hinten an

    Was meint ihr?

    einiges ;-)

    Grundlegende Fragen. Die Antworten sind nicht einfach.

    In der Tat. Wer pauschalisiert, dem entgeht so manches wichtige Detail. Dennoch ein Versuch meinerseits zu antworten.

    Bleibt PERRY dadurch spannend, dass man nicht mehr weiß, was als nächstes passiert?

    Zuviel Unvorhersehbarkeit macht m.E. keinen Spaß. Ich empfinde gerade die Möglichkeit als Leser "sinnvolle" spekulieren zu können als sehr wichtig.

    Dass es auch grundlegende Veränderungen geben kann? Dass das Polyport-Netz aus dem Spiel genommen wird, dass an der Figur Gucky gerührt wird, der Kleine ins Koma fällt, dass unsere "Guten" auch mal ... schattierte/graue Handlungen begehen müssen?

    Das Polyport-System ist mir eigentlich ein Dorn im Auge, da es nur eine Krücke dafür ist, die HI elegant zu umgehen. Von daher ist der Verlust des Systems im meinen Augen gar keiner. Was Veränderungen angeht, ist meine Stellung dazu in meinem Leserbrief in Band 2713 (Oh ich sehe, ein Roman von dir :) ) nachzulesen. Denn KNF formulierte vor geraumer Zeit eine ähnliche Fragestellung im Forum. Meine Antwort dazu, wenn ich es in einen Satz fassen müsste: »So viele Veränderungen als möglich bei so wenig Veränderung als nötig«.

    Dass vielleicht keine Figur mehr "sicher" ist? Oder ist das ein "Einreißen" dessen, was PR als Serie ausmacht? Soll quasi alles bleiben, wie es ist, mit minimalen Veränderungen in den Hauptfiguren/Hauptkonstanten?

    Meine Antwort dazu aus dem Leserbrief: "Die Serie hat mittlerweile ein Fundament von mehr als fünfzig Jahren. Dieses Fundament ist stetig gewachsen und zeigt sich offensichtlich stabil. Deshalb sollte man nicht darangehen, dieses Fundament gewaltsam sprengen zu wollen nur des Effektes wegen."

    (Fortsetzung folgt)

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  38. (Antwort Teil 2)

    Müssen "nur" neue Sachen dazukommen, oder müssen auch alte Zöpfe abgeschnitten werden?

    Diese Fragestellung ist zu einfach gefasst. Das Perryversum ist ein sehr komplexes System mit vielen Stellschrauben. Diese funktionieren wohl dosiert eingesetzt ganz gut. Warum also mit dem Dampfhammer draufhauen? Ich mag da eine Ausnahme sein, aber mit persönlich ist die innere Integrität des Perryversums wichtiger als die spezifischen Geschichten die geschrieben werden. Die Komplexität des ganzen Perryversums geht deutlich über die Summe seiner Teile (Romane, TBs etc.) hinaus. Und genau deshalb sollte man es nur behutsam anfassen und manipulieren.

    Und wenn nicht - was passiert mit den alten Sachen, die eigentlich auserzählt sind? Werden sie "geparkt", weil man nicht alles und jeden fortführen kann?

    Dann lässt man es halt. Nur weil eine Geschichte nicht erzählt wird heißt noch lange nicht, dass sie nicht bereits geschehen ist. Perry Rhodan ist zum Glück kein "Big Brother" bei dem die Figuren 24 Std. 7 Tage die Woche unter Beobachtung stehen. Sondern eine Serie bei der nur der Haupthandlungsstrang erzählt wird. Dennoch machen auch die Figuren im Hintergrund etwas. Zumindest stelle ich mir dies so vor. Da muss man halt auch auf die Phantasie des Lesers in seinem eigenen Kopfkino setzen. Der sich die Zusammenhänge, die nicht erzählt werden, selbst plausibel herleitet.

    Sollen alle "geparkten" Figuren/Themen wiedergeholt werden und die Fülle dessen, was ohnehin erzählt wird, noch weiter verkomplizieren?

    Nein, es muss nicht immer alles wiedergeholt werden, aber es sollte auch nicht vergessen werden. Ich bin kein Freund davon, dass alles mit allem irgendwie zusammenhängt. Und auch Langzeitpläne gehen mit auf den Zeiger. Dennoch sollte die Expokratur die Vergangenheit nicht außeracht lassen. Damit will ich sagen, ihr sollte stets prüfen ob es nicht Sinn macht eine alte Figur/Volk/Technik zu reaktivieren als einfach etwas neues in den Ring zu werfen. Natürlich sollte auch dies wohldosiert vorkommen, aber ein relativ gutes Beispiel ist die Reaktivierung der alten Sonnentransmitter. So etwas gefällt mir deutlich besser als die Einführung des Polyports. Um dieses von dir auch angesprochene Thema als Beispiel heranzuziehen.

    Grüße,
    Jonas

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  39. Ich bin über der Erstauflage irgendwo bei #1900-2000 quasi "abgestorben" - hatte aber auch Zeitgründe. Seitdem habe ich viele andere Epen verschlungen, als Hörbuch, TV-Serie oder Comic, ganz egal, aber eins ist für mich klar: So richtig fesseln kann mich nur noch etwas, das mit unerwarteten Wendungen arbeitet und vom klassischen Schwarz-Weiß Schema weggeht. Realistische Charaktere sind zudem sehr wichtig, Menschen statt Schablonen. Das ist mittlerweile glücklicherweise in vielen Bereichen zu finden, am prominentesten natürlich in GRR Martins "Lied von Eis und Feuer", aber eben auch in vielen modernen Fernseh- und Comicserien.

    PR konsumiere ich zur zeit als Audiofassung sozusagen nach Gusto, Wim Vandemaans Stil gefällt mir total gut und was er in NEO oder der EA produziert, wäre für mich der Maßstab, den ich gerne immer hätte. Dagegen finde ich viele der älteren Stories nicht mehr besonders prickelnd - Silber Edition bin ich nach dem Druuf Zyklus abgewandert, auch der Laren Zyklus gefällt mir nicht mehr so gut wie beim ersten Lesen mit 16 Lenzen, Der Terraner fing gut an aber lies auch schnell nach und die Atlan Abenteuer mit der SOL oh je, das ist schon leider größtenteils fad. Gemeinsam haben die Geschichten, liegen ja Jahrzehnte dazwischen teilweise, daß sie mir alle zu schablonenhaft sind und die Charaktere austauschbar. Ich finde, daß es aus heutiger Sicht, mit den heutigen Ansprüchen, die natürlich viel höher sind als man sie noch als Jugendlicher hatte, vieles von den alten Stories einfach kalter Kaffee ist, und entsprechend muß heute natürlich anders geschrieben werden.

    Deshalb finde ich es zum Beispiel toll, wenn eine Figur wie Gucky, die sich seit 1965 NULL weiterentwickelt hat und in meinen Augen eher peinlich wirkt, mal rausgenommen wird und eventuell mit etwas mehr Tiefe und Ideen wieder zurück kehrt. Ich finde es gut, wenn Tekener einen knallharten Jack Bauer gibt, denn ganz ehrlich der NEO-Perry Rhodan war ja kaum zu ertragen mit seinen Moralpredigten, die in meinen Augen völlig an der Realität vorbei gingen und die Figur zu dem Gegenteil dessen machten, was man sich von einer lebendig, glaubwürdig geschilderten Person erwartet. Es braucht Grautöne, weil das echte Leben auch nicht nur schwarz oder weiß ist.

    Bislang verfolge ich den aktuellen Zyklus immerhin sporadisch, was angesichts von über einem Jahrzehnt völliger Abwesenheit schon viel ist. Habe die Jubibände ab #2400 alle gehört, fand sie teilweise richtig uninteressant, aber #2700 war prima, was natürlich auch an Eschbachs großartiger Schreibe gelegen haben mag. Ich finde, momentan ist die Serie auf dem richtigen Weg, sie darf gerne Altes beibehalten, gerne Unsterbliche, die gerade nicht wichtig sind, in weiter Ferne parken bis man sie mal wieder braucht und gerne mit weiteren Überraschungseffekten punkten. Die Sache mit dem Atopischen Tribunal hat was, gerade weil sie Perry auch ein bißchen aus der Lichtgestaltrolle rausnimmt und kritisch beleuchtet.

    Enttäuschend wäre es nur, wenn am Ende wieder rauskäme, daß alles nur ein Irrtum war mit dem Weltenbrand und die Atopen die ultimativen Bösen sind. Das wäre mir dann wieder zu sehr Schablone.

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  40. Bei der Beurteilung von Veränderungen geht es mir weniger um bestimmte Inhalte. Sondern um das organische Wachstum der Veränderungen, zum Beispiel wenn Autoren ihre eigenen gestalterischen Beiträge in Form von Themen und Figuren leisten können. Dass nun auch ein Autor mehrere Hefte hintereinander schreiben kann oder zwei zusammen eins schreiben halte ich für einen richtigen Schritt.
    Im neuen Zyklus greift die Serie stark "aufs Eingemachte" zurück, und zur gleichen Zeit kommen die einzelnen Abschnitte einfacher daher, auf diese Weise ist sie für mich sowohl emotional ansprechender als viel spannender - gerade das Spannende hatte mir in letzter Zeit enorm gefehlt.
    Dann greift ihr mit dem Atopischen Tribunal auf echte gesellschaftliche Entwicklungen zurück, die überwuchernden Evaluationen und Ratingverfahren. Das trifft mich ebenfalls emotional. Gut so.
    Änderungen sollten nicht um ihrer selbst willen runtergeklopft werden, sondern sich organisch aus dem Miteinander von Serienkonstanten, Autoren und Lesern entwickeln.
    Zu viel Schielen nach sicherem Erfolg kann nicht förderlich sein, da bekommt man nur ein Sammelsurium von allem, was gerade auf dem Markt erfolgreich ist, und auswechselbar beliebig.

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  41. Hallo Christian,

    dann will ich hier auch mal meinen Senf dazugeben....

    1.) Beim Lesen der verschiedenen Antworten, bzw. der Reaktionen auf diese oder auf die bisherigen Hefte des Zyklus ist mir ein Gedanke gekommen:
    Mal angenommen, nur mal angenommen, es hätte 1990 bereits ein Forum gegeben, und nehmen wir ferner an, dass vor Beginn des Linguiden-Zyklus durchgesickert wäre, dass Fellmer Lloyd und Ras Tschubai diesen nicht überleben werden.... ja holla die Waldfee, da hätten die Expose-Autoren wohl nur noch mit Polizeischutz aus dem Haus gehen können :D
    Tatsächlich wurde es aber einfach "gemacht" und.... wir haben es alle überlebt :)

    2.) Ich will beim Lesen NIE das Gefühl haben, dass eine Figur "safe" ist, tatsächlich sollten es aber einige sein (Perry, Atlan, mit Abstrichen Bully und Gucky (<= nur meine persönliche Meinung)). Ich weiß nicht wie ich es besser erklären soll, ich hoffe es wird auch so klar.

    3.) Ob und wie eine Figur über die Wupper geht, sollte m.E. davon abhängen wieviel Potential sie hat bzw. wie hoch ihr "Nützlichkeitsfaktor" ist. Als Beispiel was ich mit "Nützlichkeitsfaktor" meine möchte ich mal Tekener heranziehen: Der hat erheblich weniger Skrupel als Perry. D.h. er ist "nützlich" für Aktionen bei denen es knallhart auf "Ergebnisse" ankommt. Ich möchte ungern Perry wild ballernd durch die Handlung laufen sehen (weils einfach nicht zu ihm passen würde), bei Tekener hingegen passt es. So gesehen hat dann sogar Tekener eine Daseinsberechtigung.

    4.) Was das "parken" betrifft: Ich hab da überhaupt kein Problem mit, solange es nicht allzu "gezwungen" rüberkommt, was ich derzeit bei Gucky und Atlan ein wenig so sehe. Eine bessere (allerdings bereits verwendete) Alternative: Vor den 1600er-Bänden hat Bully sich mal eine EXPLORER geschnappt und ist ein wenig in der Lokalen Gruppe umhergeschippert um u.a. die diversen Kosmonukleotide zu untersuchen.
    Wenn ICH ein 3.000-jähriger Unsterblicher ohne offizielles Amt wäre, würde ich mir in Friedenszeiten auch mal ein Raumschiff schnappen und einfach mal nach jwd fliegen. Zeit spielt für mich doch keine Rolle. Und wenn dann gerade in der Zeit meiner Abwesenheit der 78. Invasor die Milchstraße heimsucht.. ja nu... da kann doch ich nix für. Von daher war die Idee mit der SOL gar nicht sooo schlecht. Es kann zum einen eine sehr spannende Geschichte sein was die SOL gerade macht und zum anderen ebenso spannende Folgegeschichten nach sich ziehen. Ihr solltet jedoch bedenken: Je länger die SOL fernbleibt, desto "größer" muss die Mission sein um die es ging (vielleicht wird ja gerade am anderen Ende des Universums die Milchstraße oder gar das ganze Universum gerettet und wir wissen es gar nicht ^^ )

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  42. Danke, dass Du diesen Fragen stellst: Wepe und Ermigoa und auch andere haben schon viel Gutes gesagt was ich nicht nochmal wiederholen will - daher nur ergänzend meine Wahrnehmung:

    Ich habe die Serie ganz von Anfang an gelesen und bin ausgestiegen, als Voltz damals die Serie eingerissen und umgebaut hat - da gab es zu viele Brüche (wo z.B. war die Flotte hin) und auch das Neue (Kosmische Hanse usw. könnte letzten Ende nicht überzeugen).

    Zwischen 1800 und 1900 bin ich dann wieder neu eingestiegen - und ich muss sagen, Feldhoff hatte es schon geschafft, die Serie zu neuer Faszination auflaufen zu lassen. Aber schon in der Feldhoff-Ära wurde angefangen, einige Handlungsträger sachte zu 'modernisieren'. Krasser wurde es dann aber ab Band 2500. Man spürte, dass das Team mit den alten Hauptpersonen usw. im Grunde nicht mehr viel anfangen konnte, die Darstellung der Hauptpersonen wurden erschreckend fad. Die Altmutanten durften noch einmal ein würdeloses Schaulaufen machen, Julian Tifflor seinen absurden Jahrmillionenlauf absolvieren, und ausgerechnet Atlan - eine der Hauptsäulen - wurde weggeparkt, die legendäre BASIS lieblos rausgeschrieben, die SOL weggeparkt - und Perry Rhodan durfte nur noch als mittelmässiger Actionheld durch die Handlung hechten.

    Mit 2700 hat die Serie dankenswerterweise wieder mehr an Bodenhaftung gewonnen, auch die Stringenz und Suspense der Handlungsführung wurde deutlich verbessert. Die Charaktere aber sind tweilweise kaum wieder zuerkennen. Perry - ohne nennenswerte Verantwortung - driftet in immer privatere Regionen ab, Bully und Atlan sind verschollen, Tekener wird zum zweifelhaften Killer ... von den alten Handlungsträgern sind die meisten weg, und auch LFT, Gavök und Arkoniden handeln alles andere als strategisch konsequent.

    Ich persönlich finde gewisse Veränderungen okay - aber sie müssen sich glaubhaft und nachvollziehbar entwickeln. Und - wenn man etwas 'einreissen' will, sollte man auch in der Lage sein, etwas neues mindestens gleichwertiges aufzubauen, sonst steht man irgendwann im Hemd da. Kaum einer der neu eingeführten Charaktere hat mich wirklich überzeugt ... ok interessant Rhodans Enkelin und der Tefroder-Chef, aber sonst ... Toufec z.B. hatte mal einen guten Einstand, wurde dann aber auch beliebig. Tormanac war anfangs interessant, nun ... naja. Satwa war sehr faszinierend - inzwischen vergessen. Gleiches mit Ekatus Atimuss. Die ganze interessante Stardust-Ebene - vergessen. An Neuem gibt es bislang nichts Überzeugendes, was bleibt.

    Mein Eindruck ist, dass es aufgrund der Art wie PR produziert wird, irgendwie schwierig zu sein scheint, Personen dauerhaft glaubhaft und faszinierend zu entwickeln (egal ob alte oder neue) und zu schildern. Zu viele Köche (Autoren), die auf zu vielen Hochzeiten tanzen (EA, NEO ...) - und vielleicht zu wenig Leidenschaft für die grossen Charaktere der Serie. Was heisst schon 'auserzählt' - das Universum ist unendlich und die Möglichkeit für faszinierende Geschichten mit den beliebten Handlungspersonen sind es auch - es ist alles eine Frage der Phantasie.

    Ich wünsche mir aber einen sorgsameren Umgang mit dem faszinierenden Background der Serie - den abzusägen hiesse in meinen Augen, die eigenen Wurzeln abzusägen. Statt dessen sollte mehr Wert auf die Nachvollziehbarkeit und Konsistenz in den Charakterisierungen gelegt werden - und auch auf eine glaubhafte Darstellung des jeweiligen technischen und strategischen Backgrounds. Hier sehe ich die eigentlichen Herausforderungen für die Zukunft.

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  43. Hallo zusammen,auch ich bin seit dem Konzil dabei und habe aktuell wieder sehr viel Spaß dabei im Gegensatz zum Vorgängerzyklus.Als Tabu würde ich schon den Tod gewisser "Kernfiguren" bezeichnen,also m.E. Perry, Atlan, Bully ,Gucky und auch Tolot. Und unklug wäre die Zerstörung Terras.....

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  44. PR Bully Gucky Atlan sind Perry Rhodan.
    Der große Rest nicht.

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  45. Ich finde es toll, nicht zu wissen, was als nächstes passiert. Wüsste ich es, müsste ich die nächsten Romane gar nicht erst lesen. Was ich nicht toll finde, sind herbeigezauberte Überraschungen, also Entwicklungen, die auch im Nachhinein nicht nachvollziehbar sind. Da gibt es im aktuellen Zyklus den einen oder anderen Punkt, bei dem noch Erklärungsbedarf besteht - aber es ist ja auch gerade erst ein Fünftel des Zyklus vorbei. Ich vertraue darauf, dass da noch so einiges an Erklärungen kommt. Mögen sie schlüssig sein!

    Mir ist keine Hauptfigur heilig. Von mir aus könnt ihr sie sterben lassen - ihr müsst es ja nicht so radikal treiben wie GRRM bei "Das Lied von Eis und Feuer"! Nur: Habt den Mut, das wirklich konsequent durchzuziehen. Diesen Mut hattet ihr bisher nicht. Gucky liegt nur auf Eis, Bully ist wohl nur "nicht mehr hier" (Zitat Quick Silver in PR 2706), aber keineswegs tot, und Tekeners Herzversagen war ein sinnloser Cliffhanger. Dem Polyport-Netz weine ich keine Träne hinterher, finde es aber schade, dass wir jetzt vermutlich nie wieder was von der Stardust-Menschheit hören werden, weil das System nun wirklich wieder "far away" ist...

    Ich befürworte es, dass "die Guten" auch mal fragwürdige Dinge tun. Das ist besser als Schwarzweißmalerei / allzu klare Trennung in "Gut" und "Böse". Leider sind nicht alle derartigen Aktionen überzeugend rübergebracht worden. Zum Beispiel Teks Einsatz im Polyport-Hof. Dass sich die USO, die allen galaktischen Völkern beistehen muss, eindeutig gegen die Tefroder wendet (und sich dabei mit Verlaub gesagt auch noch selten dämlich anstellt), ist für mich ziemlich starker Tobak. Vielleicht hätte Monkeys diesbezügliche Entscheidung besser vorbereitet werden müssen. Seine Motivtion ist mir unklar geblieben. Auf der anderen Seite steht das Atopische Tribunal. Ich finde es schön, dass wir es hier nicht mit den üblichen hässlichen Bösewichten zu tun haben - die Onryonen riechen sogar gut ;) - sondern mit Leuten, die anscheinend wirklich davon überzeugt sind, das Richtige zu tun, auch wenn sie es mit den falschen Mitteln durchsetzen müssen.

    Ich habe absolut nichts gegen grundlegende Veränderungen. Wenn's der Story dient, in sich schlüssig bleibt und zu spannenden Romanen führt, dann werft meinetwegen das gesamte Perryversum über den Haufen. Erste Schritte (z.B. der neue Stellenwert der solaren Menschheit innerhalb der LFT - eine Entwicklung, die ich sehr interessant finde, Abschaltung Polyport-Netz) habt ihr schon gemacht. Bei anderen (vermeintliches Hauptpersonensterben) seid ihr gestolpert. Ich finde jedenfalls, dass "Das Atopische Tribunal" gerade wegen der schon vorgenommenen und noch zu erwartenden Veränderungen einer der besten Zyklen der letzten Jahre ist - aber nicht nur deswegen. Die Bodenständigkeit, die Abwesenheit höherer Wesenheiten (wurde im neuen Zyklus überhaupt schon mal das Wort "Psi" verwendet?), der Verzicht auf getrennte Handlungsebenen, das Verbleiben in der heimatlichen Milchstraße - das sind weitere positive Aspekte. Und die meisten Romane des neuen Zyklus waren einfach schönes Lesefutter, spannender als alles, was uns in der Endphase des vorherigen Zyklus geboten wurde.

    Macht weiter so!

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  46. Es ist halt Paraliteratur: Bleibt alles anders. Sprich: Wenn z.B. das Polyport-Netz eingeührt wurde, muß es irgendwann wieder degraded werden.

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  47. Vom Inhalt abgesehen, die Menge der Antworten sprechen eigentlich für sich. Just read it.

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  48. Es ist Schon beachtlich, wie ein Autor -in seinem Blog- wesentliche Kritik an der Serie ausblendet.

    Als wenn "nur" um Figuren oder alte Zöpfe ginge.
    Wie wäre es erst einmal damit, daß man die Leuts nicht nervt durch ständige Wiederholungen im Roman selber. Oder damit, daß einem ständig erzählt wird, wie tragisch die Toten auf der Gegenseite sind.
    Zwei Beispiele nur, welche extrem nerven.
    Auch dieses Starre Zyklussystem nervt: immer müßen 100 romane vollgeklopppt werden, was dabei herauskommt hat man am letzten Zyklus "bewundern" können.
    Und was soll das Atopische Tribunal eigentlich sein: Laren für Arme?
    Um mit K. Marx zu anworten sinngemäß: Einmal ist Geschichte Tragödie und wiederholt sich dann als Komödie.
    So kommt es mir langsam vor: die Atopen als Parodie auf die Laren; leider meint Rastatt und die Expokratur es bitter ernst.

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  49. Warum muß eigentlich ständig das Solsystem bzw. die Milchstraße bedroht werden? Irgendwie ist man das einfach satt. Viel besser wäre es doch, wenn es wieder mal aufwärts geht, technische Fortschritte gemacht werden, neue faszinierende Galaxien, Universen erforscht werden usw.
    Das war ja das lesenswerte an den alten Bänden, trotz Rückschlägen ging es vorwärts, wurden neue Raumschiffe eingeführt usw.
    Wo ist die Sol, warum mußte die Basis ohne adäquaten Ersatz aus der Serie verschwinden, die Jules-Verne ist auch schon wieder futsch.

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