Neuauflage meiner ausverkauften "Die drei ??? Kids"-Midis "Monster-Trucks" und "Insekten-Alarm" erschienen. Zum Beispiel hier gibt's den Band "Alarmstufe rot!"

Mittwoch, 18. September 2013

Neulich gelesen: Stephen King: "Zwischen Nacht und Dunkel"

Okay, es ist nicht gerade ein brandaktuelles Buch - aber dadurch wird es ja nicht schlechter. Ich habe neulich (ist ein paar Wochen her) Stephen Kings "Zwischen Nacht und Dunkel" gelesen. Eine Novellensammlung von vier Kurzromanen.

(Okay - ich weiß, dass eine Novelle etwas anderes ist als ein Kurzroman, und ich hab bewusst hier mal beide Begriffe verwendet.)

Was soll ich sagen? Alle vier haben mich auf ihre Art gepackt. Sie hängen inhaltlich nicht zusammen, höchstens über das Thema: "Vergeltung / Rache". Und zwar so, dass man durchaus nicht umhin kommt, hin und wieder auf der Seite der Rächenden zu stehen. Mache der Geschichten sind beklemmend real, andere könnten es (fast) sein. Übernatürliches gibt's nur wenig, einmal könnte es alles auch Einbildung sein (oder ist's vielleicht), und einmal ... naja, okay, dass der Teufel als Straßenhändler "Verlängerungen" verkauft, ist nicht denkbar, aber das macht ja auch nix.

Ich mag Stephen King eigentlich schon ewig - angefangen, ihn zu  lesen habe ich, als "Sie" in der Erstausgabe bei uns auf dem Dorf im Schaufenster stand. Ich war zu jung für den Roman, aber das war mir herzlich egal, und er hat mich sofort gepackt. Seitdem habe ich immer mal Stephen King gelesen, mal exzessiv, mal eine ganze Zeitlang nicht. Ich kenne nicht alles von ihm, meine persönliche Einschätzung ist, dass es in seinem Schaffen eine Phase gab, die mir nicht so gut gefällt - nach etlichen Superjahren (Höhepunkt: ES) kamen Sachen, die mich nicht so reißen, aber seit etlichen Jahren ist jedes Buch wieder stark, finde ich ... und Sachen wie die "Arena" und "Der Anschlag" sind mehr als stark, die sind großartig. Auf den "Doktor Sleep" bin ich super gespannt und werde am Ersterscheinungstag zu lesen beginnen ...

"Zwischen Nacht und Dunkel" kann ich empfehlen, wenn man starke Konflikte ertragen kann, die beklemmend real sind. Etwa die Vergewaltigte (brutal), die sich aufmacht, Rache zu üben - aber ohne dabei in dämliche Klischees zu versinken, und nebenbei mit einigen Überraschungen aufwartet.

Noch stärker finde ich "Eine gute Ehe" - inspiriert wurde die Geschichte laut Aussage von Stephen King von einem wahren Fall: Die Ehefrau eines Serienmörders sagte aus, sie habe all die Jahre nichts davon gewusst. Das glaubten manche, manche nicht - King sagt, er glaubte es sofort. Und schrieb diese Geschichte ... in der die Hauptperson in der Garage über eine Kiste stolpert und einen entsetzlichen Verdacht hegt. Sau stark.

Das Buch geht an die Nieren, aber nicht wegen irgendwelcher Horroreffekte, sondern wegen der Charaktere und was ihnen zustößt. Was soll ich sagen? Kaufen! (Zum Beispiel hier ...) Lesen!

(Das seltsame Dingsbums auf dem Cover soll übrigens ein unten blutiges, oben abgebranntes Streichholz sein - ich dachte lange, jemand hätte ein Loch in das "N" geschossen, und oben kam verrußtes Zeugs raus, das sich unten in Blut verwandelt. Die Gestaltung bekommt von mir ein: Öch nö, aber egal.)

Kommentare:

  1. Ich hab das Buch letztes Jahr gelesen und fand es okay. Als ich jünger war, hab ich immer sehr gerne King gelesen und fand ebenfalls, dass "Es" und "Sie" zwei absolute Highlights waren. Auch Carrie hat mir gut gefallen, von den späteren Sachen "The Green Mile".
    Mit diesem Buch bin ich aber nicht so ganz warm geworden. Mir kamen die Geschichten manchmal etwas in die Länge gezogen vor. Ich finde auch, dass King stets der Überraschungsmoment fehlt. Mir scheint es, dass ich am Anfang immer schon das Ende weiß.
    Auf meinem Cover ist übrigens etwas anderes. ;-)

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  2. hab das buch schon länger im regal stehen, komm aber nicht dazu es anzufangen.

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