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Freitag, 6. Dezember 2013

PERRY RHODAN und die Frauen

Ha, nein, es soll in diesem kleinen Beitrag nicht um Perrys Frauenbekanntschaften gehen und auch nicht um die Frage, ob bei Perry jeder Schuss ein Treffer ist (d.h. ob er jedesmal, wenn er ... also, ob dann jedesmal ein Nachfahre herauskommt).

Sondern: Um Leserinnen. Ich hoffe, ein paar lesen dieses Blog und sagen etwas dazu.

Mich interessiert nämlich etwas, auf das ich während meines Besuchs beim Perryrhodan-Stammtisch am Mittwoch in Mannheim gekommen bin.

Dort hab ich mich (unter anderem) mit einer Leserin unterhalten.
Sie sagte mir sinngemäß: Als sie eingestiegen ist vor ein paar Jahren, war Tess Qumisha ihre Lieblingsfigur, mit der sie sich identifiziert hat. (Wenn man das so sagen kann; ich weiß, dass sie auch Betty Toufry super fand). Und jetzt mag sie Shanda Sarmotte besonders.
Also, hier meine Frage an Leserinnen: Mögt ihr/sind euch wichtig/identifiziert ihr euch vor allem mit weiblichen Figuren? Und wenn ja, welche? Und warum? Und gibt es aus eurer Sicht vernünftige/gute/echte Frauenfiguren? Wer?

Kommentare:

  1. Ich mag Atlan am liebsten. Generell sind meine Identifikationsfiguren in Fantasy und SF meist Männer, da die zum größeren Teil die interessanteren Sachen zu tun haben. Selbst wenn sich der Autor / die Autoren bemühen, starke Frauenfiguren zu schreiben, sitzen die so gut wie immer in Nebenrollen. Sie können teilweise viel dazu beitragen, dass der Held erfolgreich ist, aber sie sind meistens nicht selbst der Held. Dazu kommt, dass auch in den Nebenrollen meist die Männer die interessanteren Charaktere sind, weil die eher mal politisch unkorrekt sein dürfen, habe ich das Gefühl.

    Die beste Frauenfigur aller Zeiten ist meiner Meinung nach Ripley aus Alien. Die ist der Held der Geschichte, durfte ständig mit dicken Waffen auf Aliens ballern, zwischendurch eine komplett unkitschige Affaire haben und am Ende zum Halb-Monster werden. Das ist cool.

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  2. Als ich noch ein Mädchen war, mochte ich Mirona Thetin.
    Die hat ja der ganzen Andromeda-Galaxie in den Arsch getreten.
    Den Schock, daß ihr die umgebracht habt, habe ich nie verwunden.
    Na ja, damals hatte die Industrie noch nicht begriffen, daß die Bösen die Kassen füllen und nicht die Langweiligen wie Du und ich.

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  3. Ich mag, ganz allgemein, Charaktere, die ihr Herz auf der Zunge tragen, deren Meinung "nicht öffentlichkeitsfähig" ist, und gern auch solche die ein wenig angeschmuddelt sind. Leute wie Dr. Marian Lazarus aus Outlands. -> http://www.imdb.com/title/tt0082869/quotes oder Ripley aus Alien oder jene Soldatin aus, verdammt, ich bin mir jetzt nicht sicher welcher Film, die von einem Kameraden gefragt wurde: "Sag mal, hat man dich schon mal für einen Kerl gehalten?", und die darauf antwortete: "Und dich?"

    ich mag Leute, die mutig sind - mit den Fähigkeiten, die sie nun mal haben. Die müssen nicht unbedingt körperlich sein, oder mit Waffen zu tun haben, oder mit überragender Intelligenz. Spontanes Reagieren und Improvisieren kann auch eine Kunst sein.

    Ich mag Individualisten. Ich mag solche Leute, die jemand wie Don Redhorse für ein Kommandounternehmen rekrutieren würde. Ich mag Bones, die Knochenjägerin, und Crossing Jordan, und ich hab Cagney & Lacey geliebt. Charaktere mit Ecken und Kanten, die Macken haben, die dazu stehen, dass sie ein wenig neben der Spur sind, und die keine Karrieretypen sind. Oder, um auch mal einen Kerl zu nennen: Jemand wie Tyll Leyden. (War das auch der Typ, der ES zum Lachen brachte, als er angesichts eines Zellaktivators dachte: "Was soll ich denn mit diesem dummen Ding?" - oder verwechsle ich da jetzt was?)

    Atlan mag ich zwar auch sehr, sehr gern, aber er fasziniert mich eher dann, wenn er sich in die Niederungen begibt, um Aufträge persönlich zu erledigen. Als blinder Bettler in "Lemy und der Krötenwolf" war er zum Beispiel cool. Aber als er in einem Sol-Abenteuer einem Mädchen, das gerade mit knapper Not einem Mordkommando entkommen war, riet, sich erstmal zu waschen ehe sie ihm die Hand gibt, hätte ich ich dafür am liebsten eine reingehauen. (Oder dem Autor. *grins*)

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  4. "Sag mal, hat man dich schon mal für einen Kerl gehalten?"

    Das war Vasquez, im Gespräch mit Hudson, in "Aliens - Die Rückkehr" :)

    Das Interessante bei Ripley ist meiner Meinung nach, dass die Rolle vom Drehbuch her ausdrücklich sowohl von einem Mann als auch einer Frau hätte gespielt werden können. Wer das Rennen machte, war Scott & Co. egal.

    Die Probleme treten glaube ich immer auf, wenn man versucht, was "typisch Mann" oder "typisch Frau" zu schreiben.

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  5. Wenn man das PR-Universum nimmt: nun, Gucky ist bekanntlich ein Mann (oder so *grins*) ;-) Was die Frauen im PR-Kosmos angeht: aus den Romanen, die ich bis jetzt gelesen habe (1-937 und 2500-aktuell) gefiel mit Mory Abro am besten. Ihr gesamtes Auftreten und ihre Charakterisierung in den Romanen war so richtig nach meinem Geschmack. Sonst ist bis jetzt keite der PR-Frauen an sie ran gekommen.
    SF-Allgemein: da bin ich ein absoluter Fan von Samantha Carter aus SG1. Allein ihr Auftritt in der allerersten Folge hat mich von dem Charakter überzeugt, eine sehr kluge und taffe Frau die auch weiß, wie man Männern paroli bietet :-) Gleich hinter Samantha kommt Susan Ivanova aus Babylon 5.

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  6. Sowohl im PR Universum als auch ausserhalb, ich kann nicht sagen, das ich mich besonders mit weiblichen Figuren identifiziere. Es ist mehr der Charakter und die Persönlichkeit allgemein einer Figur, die mich einnimmt.

    Im Falle des PR Universums, ist/war das zum Beispiel Ronald Tekener und Dao L'in Hay, Atlan, Gucky, Dalaimoc Rorvic und Tatcher a Hainu, Myles Kantor, Salaam Sin.
    Aus der neueren Zeit dann z.B. Toufec, Shanda Sarmotte, Sichu Dorksteiger

    Wie Birgit auch schon geschrieben hat: Leute die mutig sind. Individualisten. Beim Lesen Ihres Eintrages hatte ich ein: genau, das kenne ich.

    Ausserdem habe ich es mit Personen, die einen besonderen Hintergrund haben. Wo man merkt, das sie durch eine mehr oder weniger komplexe eigene Geschichte geformt sind. Wenn sie dann auch in weiteren Folgen konsistent (nicht stereotyp!) beschrieben werden, so dass ihre Handlungen glaubhaft sind.

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