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Donnerstag, 23. Januar 2014

PERRY RHODAN: Ein (vielleicht seltsames) Thema: Viererblöcke

Vielleicht ist das für viele Leser dieses Beitrags ein sehr seltsames Thema, weil sie gar nicht wissen, was das ist*: Ich will kurz was zu den "Viererblöcken" schreiben.

Früher war die Handlung bei PERRY RHODAN in Viereretappen geordnet - danach kam (meistens) ein Handlungsschauplatzwechsel. Warum das gemacht wurde? Es hatte viele Gründe, die jeder, der sie wissen will, ergoogeln kann.

Für manche Foristen-Fans waren diese Viererblöcke ein Grund des steten Ärgers, weil sie viele Nachteile darin gesehen haben. Dennoch wurde das System jahrelang angewandt ...

... bis es mit Band 2700 "gekippt" wurde. Warum? Ganz einfach. Kollege Wim Vandemaan und ich als Exposéautoren fanden es für unsere Art der Arbeit nicht förderlich/dienlich. Also haben wir mit der PERRY RHODAN-Redaktion Vor- und Nachteile abgewogen und das System geändert. Das ist das ganze Geheimnis.

Ist das nun "besser" als vorher? Für die Art, wie Wim und ich arbeiten, ja. Es entspricht unserem Denken, es nicht auf diese Art zu organisieren. (Wir organisieren es aber sehr wohl, nur auf eine ganz andere Art und Weise.)

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* Das macht nix, wenn ihr das nicht zuordnen könnt. Ich könnte mir vorstellen, dass Leute, die sich z.B. von Facebook hierherklicken und nicht in einschlägigen Foren unterwegs sind, mit dem Begriff nix anfangen können.

Kommentare:

  1. Es war also lediglich die Art der Organisation? Und so etwas stellt der Chefredakteur seit zehn Jahren als alternativlos dar?

    Das ist schon der Hammer wenn die Organisation über dem Inhalt steht! Allerdings im negativen Sinn.

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  2. Hallo danke für deinen Hinweis - ich wusste erst nicht, worauf du anspielst bzw woher deine Schlussfolgerung kommt, dann hab ich kapiert, dass es wegen meines Hinweises "Wir organisieren uns nicht auf diese Weise" wohl zu einem Missverständnis gekommen ist.
    Es ging bei den Viererblöcken keineswegs nur um "die Art der Organisation" - also nicht nur um "Hintergrundorganisation der Abläufe". Sondern auch um "Organisation der Handlung", um "Handlungsabläufe" ... und die braucht es. Nur wenden Wim und ich andere Systeme an.
    Und ich glaube nicht, dass es seit zehn Jahren als "alternativlos hingestellt wurde vom Chefredakteur" - vorher waren aber Expoautoren und Redaktion einig, so zu arbeiten; die Expoautoren wurden ja nicht dazu gezwungen, sie hätten das genauso kippen können, wenn sie gewollt hätten. Es hat objektiv viele Vorteile ... aber Wim und ich arbeiten eben anders.

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    1. Aus dem Jahr 2008
      http://forenarchiv.perry-rhodan.net/index.php?s=&showtopic=16551&view=findpost&p=506745

      da schreibt KNF folgendes:

      Warum wir die Vierer-Blocks machen? Das hat schlicht was mit Planbarkeit zu tun, wie ich in diesem Forum schon gelegentlich erläutert habe. Für den Exposé-Autor sind die Vierer-Blocks nicht weniger, sondern mehr Arbeit; insgesamt ist es für die Planung (Titelbilder und Autoren aufeinander abstimmen etc.pp.) recht praktisch.

      aber bereits weit früher wurde darüber gesprochen, hier ein Posting aus 2005:

      http://forenarchiv.perry-rhodan.net/index.php?s=&showtopic=7580&view=findpost&p=75022

      weiter zurück gibt es wohl leider keine Aufzeichnungen mehr darüber.

      Und sogar vor gut 1,5 Jahren war KNF recht überzeugt von seiner Strategie:
      http://forenarchiv.perry-rhodan.net/index.php?s=&showtopic=22785&view=findpost&p=890949

      Für mich hat das schon was von alternativlos.

      Immerhin läuft diese Diskussion nachverfolgbar seit 2004 (= Anfang des NGF, davor ist ja alles im Nirvana des Internets gelandet). Und das ist in Zeiten des Internets doch ein sehr langer Zeitraum wie ich finde. Klar, hier zieht natürlich das KNF-Argument - Sind ja alles keine "normalen" Leser, aber dennoch, auch Forennerds haben nur ganz selten so eine "Dauerpuste".

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    2. Waren die Geschichten dadurch schlechter? Freu Dich doch, wenn Du eine Struktur entdeckst, die mir als einfach nur Leser nicht aufgefallen ist.

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    3. Nein, die Geschichten waren dadurch nicht schlechter, davon bin ich auch überzeugt. Wie gesagt: Wim und ich arbeiten udn strukturieren anders - das heißt ja nicht notgedrungen, dass wir das "besser" machen. Einfach halt "anders".
      CM

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    4. @Unknown
      Ob sie besser waren oder schlechter liegt schlicht am Geschmack des Lesers. Darum geht es also gar nicht.

      Es geht um die Vorhersehbarkeit. Bei den Viererblocks konnte man davon ausgehen, dass nach vier Bänden der Handlungsschauplatz gewechselt wird und deshalb im vierten Band des Block irgendeine Auslösung bevorsteht, die in den drei Heften zuvor aufgebaut wurde. Und das war auf Dauer ermüdend und langweilig.

      Des Weiteren wurden dadurch Handlungsabschnitte in Maßgrößen verpackt die manchmal zu eng waren, andere dagegen viel weit. Und dieses Problem ist nicht dienlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass Klaus N. Frick so etwas in seinen Vorträgen lehrt. Denn eine Geschichte sollte idealerweise den Platz einnehmen den sie benötigt und nicht in den gezwängt werden der von der Produktion vorgegeben wird!

      @CM (warum anonym?)
      Waren sie besser? Meines Erachtens definitiv nicht! Und ihr macht es definitiv besser!

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  3. Also ehrlich, ich hab das Problem bis heute nicht gesehen. Ich muss zugeben, dass ich den Begriff 4erblock bis Garching (letztes Jahr) garnicht kannte. Mir ist zwar ueber die Jahre immer wieder mal aufgefallen, dass der eine oder andere Handlungsabschnitt etwas kurz geraten ist (da wurde deutlich zu frueh umgeschalten), aber mei, das ist halt Exposeentscheidung.

    Wenn ichs mir ueberlege wie ich es machen wuerde, dann sind 4erbloecke keine so schlechte Idee, erlauben sie doch nicht nur eine einfache Strukturierung sowie eine gute Handhabe von unvorhergesehenen Problemen (sprich Author verspaetet sich/faellt aus). Persoenlich wuerde ich wohl ein auf Priemzahlen 1/3/5/7 basierenden System basteln, da das besser Handlungsschwerpunkte verteilen kann.

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Ich bin froh, dass es diese Viererblöcke nicht mehr gibt. Ich erinnere mich noch gern an die Zeit, als "Handlungsebenen" erstmals so richtig eingesetzt wurden, nämlich im Aphilie Zyklus. Damals wusste man nicht, wann die Handlungsebene wechseln würde. Vielleicht nach 2 Heften? Vielleicht gar erst nach 8 oder 9 Heften? Dadurch wirkte alles viel organischer und unvorhersehbarer als in der Zeit, wo die Viererblöcke ganz klar vorgaben: Und in 3 Wochen bin ich als Leser eh wieder woanders, ich kann also voraussagen: "Das Problem, das jetzt zum Ende zu kommen scheint wird sich wohl doch erst im übernächsten Heft endgültig lösen." Jetzt ist es wieder unvorhersehbarer geworden, und das finde ich gut.
    Dirk Wilkens-Hagenkötter

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  6. Ich finde es jetzt auch besser, weil ein Handlungswechwel unverhersehbarer geworden ist. Ich halte insbesondere den Einwand, dass "dadurch Handlungsabschnitte in Maßgrößen verpackt wurden, die manchmal zu eng waren, andere dagegen viel weit", als absolut berechtigt.

    Ansonsten kann ich nur an Christian und Wim appellieren: Weiter so mit der nach meiner Meinung sehr guten Arbeit!

    Gruß
    Thomas

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