Neuauflage meiner ausverkauften "Die drei ??? Kids"-Midis "Monster-Trucks" und "Insekten-Alarm" erschienen. Zum Beispiel hier gibt's den Band "Alarmstufe rot!"

Montag, 23. Juni 2014

Signierte ???-Bücher ... Aktion zu "Brot und Bücher"

Hallo allerseits,

nachdem ich gestern einen ruhigen 40. Geburtstag hatte (das, was ich momentan am besten gebrauchen konnte), will ich noch etwas zu "Brot und Bücher" schreiben. Das Interview im letzten Eintrag erklärt euch den Hintergrund.

Ich hatte mir selbst gesagt, als ich mich damit beschäftigt habe - okay, tu was. Meine erste Aktion war, ein wenig bekanntzumachen unter den Leuten, die mir etwas schenken wollen: Schenkt mir nix, bzw. schenkt mir Bargeld, das werde ich an "Brot und Bücher" weiterleiten. Das Schatzkistchen hat auch einige Euros abbekommen, die ich demnächst weiterspende. Sehr schön! Ich kann euch nur empfehlen, mal dasselbe zu machen :-)

Ich will das aber noch ein wenig mehr unterstützen und starte deshalb hier eine Aktion.

Jeder, der das hier liest, hat die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Und zwar so: Jeder von euch kann bei mir ein signiertes "Die drei ???"-Buch kaufen - irgendeins von meinen noch erhältlichen Büchern. Ich werde den vollen Kaufpreis ins Schatzkistchen dazutun, d.h. weiterspenden.
Sinn dieser Aktion: Ihr könnt mitspenden, ohne etwas zu verlieren, weil ihr ja das Buch bekommt.

Hier das Kleingedruckte.
a) Für alle Besorgten: Das wird alles ganz sauber laufen. D.h. ich werde euch eine Rechnung stellen und den Gewinn ganz normal versteuern, das heißt, den ganzen Vorgang ganz normal in meine Steuerunterlagen reinnehmen. Ja, ich weiß, dass ich dann pro Verkauf "drauflege", weil ich ja auch einen Einkaufspreis habe. Aber das ist gut so. So spenden wir quasi beide: Der Käufer und ich auch. (Und ich nutze dazu nur gekaufte Bücher, keine Belegexemplare.)
b) Wer mitmachen will, soll einfach diesen Blogpost kommentieren mit der Angabe, welches Buch er haben will; außerdem brauch ich eure Emailadresse und eine Postadresse. Keine Angst, das wird nicht veröffentlicht, ich müsste jeden Kommentar freischalten und werde das dann einfach nicht machen; d.h. eure Daten sehe nur ich und werde damit auch keinen Schmuh treiben. Dann bekommt ihr eine Email mit einer Rechnung; wenn ich das Geld auf'm Konto habe, schick ich das Buch los an euch. Ihr bezahlt den normalen Kaufpreis plus das tatsächliche Porto. Und der ganze Kaufpreis geht dann an "Brot und Bücher". (Achtung - ich hörte gelegentlich, dass manche nicht kommentieren können, wenn sie den Internet-Explorer nutzen. Dann mit einem anderen Browser versuchen oder mich z.b. auf Facebook kontakten.)

Samstag, 21. Juni 2014

Interview mit Tanja Kinkel zu ihrem Hilfswerk "Brot und Bücher"


Ich habe mit Tanja Kinkel ein "Spezial-Interview) geführt - nicht zu ihren Büchern oder zu ihrer Arbeit als Autorin, sondern zu dem Hilfswerk, das sie mit ihrer Familie gegründet hat: "Brot und Bücher".

Wer mag, kann sich generell hier informieren: www.brotundbuecher.de; ich empfehle, mal einen Blick darauf zu werfen. Schon das Prinzip, dass dort Spendengelder zu 100 % am Ziel ankommen (und alle Verwaltungskosten aus eigener Tasche bezahlt werden), finde ich bemerkenswert.

Danke, Tanja, dass du dir Zeit genommen hast, die Interviewfragen zu beantworten. Welche Schlussfolgerung ich für mich darauf gezogen habe, darüber erzähle ich morgen etwas ... aber erst mal will ich nun Tanja Kinkel selbst zu Wort kommen lassen. 

Wie kam es dazu, dass du mit deiner Familie das Hilfswerk »Brot und Bücher« gegründet hast?

Wir waren einfach nicht mehr damit zufrieden, nur ein, zweimal im Jahr eine Spende zu geben, und wollten kontinuierlich helfen. Außerdem ist es nun einmal so, dass bei großen Organisationen automatisch die Verwaltungen viel Geld verbrauchen, und man nie weiß, wie viel von einer Spende überhaupt beim eigentlich gemeinten Empfänger ankommt. 

Also entschieden wir uns, selbst eine Organisation zu gründen, nur mit Menschen zusammen zu arbeiten, die wir persönlich kennen, und außerhalb des gemeinnützigen Vereins alle irgendwie gearteten Kosten privat zu tragen. Konkret wollten wir von Anfang an mit Schulen zusammen arbeiten – der Titel des Vereins bezieht sich darauf, dass die Kinder in der Dritten Welt, die uns zunächst als Wirkungsort vorschwebte, sowohl Nahrung als auch Bildung brauchen, um ihre Kindheit zu überleben und später als Erwachsene eine Chance zu haben. Durch die Unterstützung von Schulen bei dem Gehalt für Lehrer, für Lebensmittel, für den Umbau, ja den Neubau von Schulen konnten wir dazu beitragen.


Du reist viel, auch in die Gebiete, in denen »Brot und Bücher« aktiv hilft. Was bedeutet es dir persönlich, Menschen in Not zu begegnen? Verändern solche Erlebnisse das eigene Leben?

Es macht einem klar, wie ungeheuer privilegiert wir leben. Ich meine nicht nur finanziell. Für mich war es als Kind immer selbstverständlich, dass meine Eltern mich lieben und beschützen. 

Eines unserer neueren Projekte ist ein Heim für geistig und körperlich behinderte Kinder in Indien, auf die sonst eine kurze und meist lieblose Existenz wartet. Aber man muss gar nicht über die deutschen Grenzen hinausgehen – Brot und Bücher unterstützt schon seit langem das Erich-Kästner-Kinderdorf, das weniger als eine Stunde von meiner Heimatstadt Bamberg entfernt liegt, in dem Kinder, die körperlich und seelisch missbraucht worden sind, in  Familienstrukturen eine neue Heimat finden.


Was können wir hier in Deutschland, wo es uns (verhältnismäßig) gut geht, in unserem Alltag tun? Also über ein »Ich spende jetzt den Betrag X« hinaus? Ist die Frage nach dem Lebensstil etwas, das soziale Ungerechtigkeit ändern kann?

Vor allem nicht wegschauen oder weghören, wenn einem Armut oder Ungerechtigkeit begegnet, auch, wenn die Versuchung noch so groß ist. Jedes Mal, wenn wir Schlagzeilen von toten Kindern in der Zeitung finden, und jeden zweiten Tag wird nach der offiziellen Kriminalstatistik ein Kind unter sechs Jahren bei uns ermordet, 30.000 Kinder im Jahr missbraucht, fragen sich die Leute, wie es so weit kommen konnte, ohne daß jemand rechtzeitig eingriff.  Das Wegschauen,  in das wir alle, und ich nehme mich nicht aus, leicht verfallen können, bietet einen Teil der Antwort.   

Darüber hinaus kann es oft bereits einen Unterschied machen, sich schlicht und einfach Zeit zu nehmen für andere Menschen. Einer der schönsten Beiträge, die jemand geleistet hat, war kein finanzieller, sondern der Umstand, dass sich ein weltbekannter Sportler wie Dirk Nowitzki, dessen Mentor mein Vater kennt, die Zeit nimmt, wenigstens einmal im Jahr einen Tag mit den Kindern und Jugendlichen im Kästnerdorf zu verbringen. Nun nicht jeder ist täglich im Fernsehen, aber Aufmerksamkeit, Respekt, Anerkennung diesen jungen Menschen zu schenken, sie etwas aus ihrem Alltag heraus zu reißen, das kann eigentlich jeder.


Wo würdest du die Arbeit von »Brot und Bücher« gerne noch intensivieren? Gibt es gerade ein angedachtes Projekt, das dir besonders am Herzen liegt?

Wir fahren immer zweigleisig. Dritte Welt und Deutschland. In der Dritten Welt wollen wir gerade ein Mädchenhaus in einer Schule in Nordost Indien bauen. (Dort gibt es tatsächlich das Matriarchat und das ist einer der Gründe, warum wir uns in dieser Region bevorzugt entscheiden). Gelingt das, dann werden wir diese Schule etwas ausbauen, um so auch mehr Mädchen die Gelegenheit zur Bildung zu geben.

In Deutschland denken wir daran, auf dem vorhandenen Grund des Kinderdorfs Spalierobst pflanzen zu lassen. Die Jugendlichen brauchen immer auch etwas Anleitung zur Arbeit, und das Kinderdorf muss bei unvermeidbaren Kosten entlastet werden. Beides ist mit einer solchen Investition möglich.


Du siehst und erlebst viel an »Armut« und »Elend« in den Ländern, in denen »Brot und Bücher« aktiv ist, Schulen baut oder Kinder begleitet. Schwebt dir als Autorin der »große Roman« vor, der die Lage in einem Gebiet der sogenannten Dritten Welt schildert und ein authentisches Gefühl vermittelt? Oder ist das etwas, das dich als Autorin nicht reizt? Glaubst du, deutsche Leser würden das überhaupt lesen wollen?

Ich glaube, Romane von Autoren der betreffenden Länder zu lesen ist wertvoller als eine weitere Außenseiter-Perspektive aus Europa oder Amerika. Den Stimmen der Menschen dort zuzuhören.  Die beißende Satire „Herr der Krähen“ von Ngugi wa Thiong'o beispielsweise, einem kenianischen Autor, sagt über Korruption und das Leben unter einem Despoten so viel. Aravand Adigas Roman „Der weisse Tiger“   schildert das Indien von heute spannend, packend, und bringt das Heimatdorf des Erzählers (und so viele andere!) auf einen Nenner mit der Beschreibung "Strommasten - unbrauchbar, Wasserleitungen - kaputt und die Kinder - zu dünn und zu klein für ihr Alter, mit zu großen Köpfen, aus denen lebhafte Augen leuchten, so groß wie das schlechte Gewissen der indischen Regierung".


Im Zuge der Arbeit für das Hilfswerk lernst du natürlich viele Menschen kennen. Kannst du von einer Begegnung berichten, die dich besonders beeindruckte oder prägte?

In Tansania begegnete ich einem Massai namens Joe Ole Kwai, der noch als Assistent von Bernhard Grimczek in der Serengeti gearbeitet hatte, und gleichzeitig in zwei Kulturkreisen lebte – in seiner Boma hinter dem traditionellen Zaun aus Dornen, in einem Dorf nicht unweit der Stelle, wo man die ersten Fußabrücke aufrecht gehender Menschen fand, und wo man auch heute noch nicht allzu anders lebt, als es vor Jahrtausenden der Fall war, und andererseits als stellvertretender Direktor der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft, der gelegentlich auch mit kleinen Flugzeugen unterwegs war.  

Er hatte den Stein ins Rollen gebracht, um eine weitere Schule für seinen Stamm zu gründen, und bereits bei der Einweihungsfeier des Gebäudes waren bereits über 400 Schüler vorhanden, die in dem Rohbau unterrichtet wurden. Vom Staat kam keine Hilfe, aber die Massai waren selbst bereit, Ziegen oder Ochsen zu spenden, damit die Schule fertig gebaut und von noch mehr Kindern besucht werden konnte.  Joes strahlendes Gesicht und die Kinder, die sich manchmal zu fünft auf eine Schulbank für zwei Kinder quetschten, 100 in einer Klasse war normal, werden mir unvergessen bleiben. 

Aber Helden wie ihn gibt es immer wieder. Sie zu finden ist die eigentliche Anstrengung und Notwendigkeit, will man sich in Regionen engagieren, welche man selbst nie oder kaum erreicht. Frauen oder Männer, welche ihr letztes Hemd ausziehen würden, ehe sie von dem anvertrauten Geld etwas nehmen. Danach besteht die Aufgabe darin, ihnen das zu geben, was sie verdienen: Respekt, Anerkennung, Unterstützung und Freundschaft, was Lösung und Aufgabe zugleich für dieses Problem ist.

Freitag, 20. Juni 2014

Gelesen: Tanja Kinkel, "Venuswurf"

Zunächst mal: Entschuldigt die kleine Verzögerung - ich wollte das ja schon längst hier eingestellt haben. Jetzt aber!

Wie ich dazu kam, ein für mich sehr untypisches Buch zu lesen, könnt ihr ja in den letzten beiden Beiträgen dieses Blogs schon nachlesen; meine Begegnung und Zusammenarbeit mit der Autorin Tanja Kinkel trägt daran die "Schuld".

"Venuswurf" von Tanja Kinkel.



Der Titel bezieht sich darauf, quasi alles auf eine Karte zu setzen, um es auf ein modernes "Sprichwort" umzusetzen.

Eins rasch vorab - die Autorin wird mich vielleicht schlagen deshalb :-)
Ich mochte die TV-Serie "Spartacus" sehr gern - wenngleich es dort meiner bescheidenen Meinung nach zu viel Sex und zu viel Blut-Gliederabhacken gab. Aber die Intrigen der Figuren waren sehr, sehr gut und spannend.  Und was das angeht, erinnerte ich mich während der Lektüre immer mal an die Serie - auch was den Punkt "Leben als Sklave im Alten Rom - wie war das so" angeht. Sicherlich ist Tanja Kinkel merklich "realistischer", aber das steht auf einem ganz anderen Blatt.
Nur zur Sicherheit: Wer nun Spartacus-artige Blut-und-Sex-Exzesse in der Nebenhandlung erwartet, der wird enttäuscht werden. Zum Glück :-). Wobei das Buch zum Thema "Prostitution" schon einiges zu sagen hat ...

Das Buch spielt im alten Rom und behandelt einige historische Ereignisse; den Sturz der Augustus-Enkelin Juli(ll)a vor allem. Warum das eingeklammerte Doppel-L, das kann jeder leicht erfahren, der das Buch liest. Ein historischer Roman, also. Für mich sehr untypische Lektüre. Und ich mochte das Buch auch nicht ... ich liebte es.

Die Autorin versteht es hervorragend, die Charaktere dermaßen lebendig zu gestalten, dass man einfach wissen MUSS, wie es ihnen ergeht, dass man an ihrem Schicksal Anteil nimmt. In diesem Buch war das für mich die Figur der Zwergin Andromeda oder Tertia oder ... nun, sie hat viele Namen, verliehen jeweils vor allem von einem nicht ganz unbekannten Dichter der alten Zeit, der auch eine prominente Rolle spielt im Buch - Ovid nämlich.

Im Roman entstehen ganz nebenbei die "Metamorphosen" des berühmten Dichters, ein Werk, von dem die meisten wenigstens schon einmal gehört haben dürften. Das ganze ist aber keinesfalls "literaturwissenschaftlich trocken" serviert, sondern höchst lebendig - und präsentiert dadurch auch Tanja Kinkels Version, wie es dazu kommen konnte, dass ein derart bekannter und zu seiner Lebzeit schon geachteter Dichter in die Verbannung geschickt werden konnte.

Ich will nicht viel über den Inhalt des Romans erzählen - wie gesagt, riss mich die Figur der Zwergin völlig mit und machte die historische Kulisse für mich sehr lebendig. Auf den ersten Seiten ist sie gerade von ihrem Vater in die Sklaverei verkauft worden und wird nach Rom geschafft; gekauft wird sie von einem Freigelassenen (sozusagen einem Ex-Sklaven), der eine Garküche besitzt, in der er (mehr oder weniger heimlich) ein Bordell führt.

Kein sonderlich schönes Lebensumfeld für unsere Zwergin, und die Schilderungen sind z.T. auch ein ganz klein wenig derb, aber stets "sauber" und mit Anstand geschrieben. Wohl, wie es eben so zuging, in einem römischen Bordell. Dort endet Andromedas Lebenslauf aber noch lange nicht. Sie setzt bald auf ihren "Venuswurf", genau wie eine Frau ganz, ganz anderer Herkunft: Eben die Enkelin des Princeps, des mächtigsten Mannes in Rom: Augustus. So wird sie in die ganz große Politik des Römischen Reiches hineingezogen.

Nebenbei erfahren wir sehr viel aus dem Alltagsleben in alten Rom, die Hintergründe sind sehr intensiv recherchiert; das geht vom Fäkalieneimer bis hin zum "Standardgewürz" der Zeit, für das es im sehr interessanten Anhang an den Roman auch gleich das Rezept gibt - mit folgendem Hinweis: "Wenn sie dann eine hässlich-graue Flüssigkeit mit grünen Punkten vor sich haben, sind Sie sehr nah am Original. Guten Appetit!"

Der ganze Anhang ist übrigens auch toll - von gestrichenen Szenen bis hin zu Hintergrundinfos und einem sehr kenntnisreichen, klugen Interview.

Lektüre für alle, die einen interessanten, lebendigen, spannenden Blick in eine andere Zeit werfen wollen - von Sklaven, Frauen, Bordellen, Dichtern und großer Politik im alten Rom.

Hier gibt's das Buch.

In meiner Tanja-Kinkel-Woche geht's morgen weiter mit dem bereits angekündigten Spezialinterview mit der Autorin, in dem es (fast) gar nicht um ihre literarische Arbeit geht. Danach ist auch jeder bereit zu verstehen, was das ganze mit meinem 40. Geburtstag zu tun hat :-)

Dienstag, 17. Juni 2014

Rund um PERRY RHODAN 2757: Wie ich Tanja Kinkel traf

Während einer Buchmesse habe ich für gewöhnlich etwa einundelfzig Termine. Die meisten sind toll. Der, über den ich nun etwas schreiben will, war ganz ungeplant und vielleicht der, über den ich im Nachhinein am meisten nachgedacht und am meisten darüber gesprochen habe.

Ich stand also am PERRY RHODAN-Stand herum während der letzten Frankfurter Buchmesse (vielleicht hatte ich auch irgendetwas zu tun, das weiß ich nicht mehr), als Chefredakteur Klaus Frick mich am Ärmel zupfte und mich zu einer Frau führte, die gerade den Stand besuchte.

Das war (keine große Überraschung jetzt) Tanja Kinkel, bekannt als Bestsellerautorin überwiegend historischer Romane. In den Wochen vor der Buchmesse hatte ich mir schon mit Klaus Frick und meinem Exposékollegen Hartmut Kasper / Wim Vandemaan den Kopf zerbrochen, denn Frau Kinkel hatte zugesagt, einen PERRY RHODAN-Gastroman zu schreiben. So konnte ich ihr - umgeben von der üblichen Messehektik und hunderten flanierenden Menschen - ein wenig erzählen über den Roman, den sie schreiben könnte.

Im Gespräch stellte ich fest, dass sie sich in Sachen RHODAN weit besser auskannte, als ich geglaubt hatte. Sehr schön! Der geplante Roman gefiel ihr vom Thema her gut; er ließ ihr einen großen Freiraum und brachte ein faszinierendes Thema.

Medusa nämlich, die Welt, die einst zum Sonnensystem gehört haben soll, und die der russische Mulitmilliardär Viccor Bughassidow sucht. Und der Roman hätte am Ende mit einer faustdicken Überraschung aufgewartet.

"Medusa"? Richtig. Wie mittlerweile bekannt ist, behandelt Tanja Kinkels PERRY RHODAN-Roman ein völlig anderes Thema. Deshalb auch das "Hätte". Denn das hat sich inhaltlich alles verschoben. Medusa wird als Thema kommen ... aber später.

So wechselten Tanja Kinkel und ich nach der Buchmesse nochmal eine Menge Emails, in denen wir über die Kultur der Tefroder sprachen und über die Figur des Vetris-Molaud, der sich zum ... hm, sagen wir mal, Diktator der Tefroder aufgeschwungen hat. Zum neuen Meister der Insel. Frau Kinkel entwickelte dabei herrliche kulturelle Details; mehr über all das findet sich im Interview auf www.perry-rhodan.net, auf das ich gestern schon hingewiesen habe.

Nochmal zurück zur Buchmesse. Als wir uns verabschiedeten, bat mich Frau Kinkel, ein Foto von ihr unter dem überlebensgroßen Perry Rhodan der Messestand-Außenwand zu schießen. Das machte sie mir gleich noch sympathischer.

Doch, ich hatte gleich ein gutes Gefühl und wusste: Das wird ein prima Gastroman. Erscheinen wird er übrigens in dieser Woche - als PERRY RHODAN 2757, "Das Sorgenkind".

Und in mir war das Interesse geweckt. Ich bestellte mir also einen ihrer historischen Romane, obwohl ich historische Romane ja so gar nicht mag. (Okay, Vorurteil, aber so ist's halt.) Wie ich "Venuswurf" las, darüber will ich morgen etwas im Blog schreiben.

Nur eins jetzt schon: Während der Lektüre wuchs mein Interesse an der Schriftstellerin Tanja Kinkel immer mehr, und ich beschäftigte mich ein wenig mit ihr als Person. Daraus wuchs ein Plan für meinen vierzigsten Geburtstag und ich bat sie schließlich um ein zweites Interview, in dem es so gar nicht um ihre Bücher gehen sollte. Das gibt's übermorgen hier im Blog, und wer sich für den Menschen "hinter den Romanen" interessiert, kann schon mal gespannt sein.

PS: Was das mit meinem vierzigsten Geburtstag zu tun hat, darauf gibts auch bald eine Antwort, hier im Blog.

Montag, 16. Juni 2014

Start meiner Themenwoche "Tanja Kinkel"

Guten Morgen, allerseits.

Ich hole hiermit diese Internetseite aus dem Tiefschlaf :-)

Es gibt eine Menge Sachen, über die ich in den nächsten Tagen und Wochen schreiben will. Also geht mein Blog mit neuem Enthusiasmus wieder an den Start, sozusagen.

Ich beginne ab morgen mit einer Serie von Beiträgen zum Thema bzw. zur Person "Tanja Kinkel". Natürlich war mir der Name schon länger bekannt - "ja, diese Bestsellerautorin von historischen Romanen." Aber gelesen hatte ich sie nie, und ich hatte keine Ahnung, dass sie wesentlich vielseitiger ist ... Das hat sich geändert; ausgelöst durch unsere Zusammenarbeit im Zuge ihres PERRY RHODAN-Gastromans. Dabei durfte ich sie ein wenig kennenlernen.

Dazu will ich morgen ein wenig schreiben, außerdem eins ihrer Bücher kurz vorstellen, das ich gerade gelesen habe (das nächste wartet schon, aber erst nach einer Novelle aus ihrer Feder); außerdem habe ich ein exklusives Interview mit ihr geführt, das nicht ihre Arbeit als Schriftstellerin in den Vordergrund rückt ... dann soll's noch eine kleine Aktion geben.

Wer sich schon mal einlesen will, dem empfehle ich (ganz un-stolz) das Interview, das ich mit ihr für die PERRY RHODAN-Homepage geführt habe.
Schaut mal hier!