Neuauflage meiner ausverkauften "Die drei ??? Kids"-Midis "Monster-Trucks" und "Insekten-Alarm" erschienen. Zum Beispiel hier gibt's den Band "Alarmstufe rot!"

Montag, 23. Februar 2015

PERRY RHODAN Logbuch-Countdown 2: Austausch mit den Autoren

Seit ein paar Tagen ist der zweite Teil meines "Logbuch-Countdowns" auf der PERRY RHODAN-Homepage online.
Na, den muss ich hier auch mal veröffentlichen. Viel Spaß. Die meisten werden es zwar schon auf der Perry-Homepage gelesen haben, aber hier könnt ihr herzlich gern via Kommentarspalte mit mir drüber diskutieren.

Thema ist: "Exposés und der Austausch mit Autoren"

Los geht’s in die zweite Runde des Logbuch-Countdowns zu PERRY RHODAN Band 2800. Wie alles begann, erfahrt ihr hier.

Diesmal will ich ein wenig mehr darüber erzählen, wie die konkrete Zusammenarbeit der Exposéautoren mit den Romanautoren aussieht. Kein ganz einfaches Thema und schon gar keins, das sich für alle Autoren auf einen gemeinsamen Nenner bringen lässt.

Darum die vielleicht wichtigste Feststellung gleich am Anfang: Jeder Autor ist anders und bringt sich auf andere Weise ein. Eine so enge Zusammenarbeit vieler kreativer Köpfe, die zu einer wöchentlich erscheinenden Romanserie führt, findet man ohnehin selten. Ach, was sag ich: nie!

Ich will versuchen, anhand einiger Beispiele einen Einblick zu geben. Die ersten beiden stammen aus der jüngeren PERRY RHODAN-Vergangenheit, sprich, aus den letzten Wochen.


Beispiel 1: Das Exposé für einen Doppelband von Kollege Michael Marcus Thurner entstand gerade. Wim Vandemaan und ich hatten bereits grundlegend abgesprochen, worum es gehen soll. Wim saß nun an einer etwas genaueren Ausarbeitung und telefonierte mit Michael Marcus ganz bewusst schon in dieser frühen Phase.

So brachte er in Erfahrung, was den Autor an dieser Handlung ganz persönlich interessierte, was ihn reizte, was er gerne genauer ausgearbeitet hätte. Daraus resultierte unter anderem, dass eine Figur, die Wim und ich nur im ersten Teilroman eingesetzt hätten, auch im zweiten Teilroman eine tragende Rolle erhielt.


Beispiel 2: Die Kollegen Hubert Haensel und Marc A. Herren arbeiteten an zwei Romanen, die direkt nacheinander erscheinen und die Handlung direkt forterzählen werden. Konkret: Marcs Band schließt lückenlos an Huberts Roman an.

Die beiden entdeckten in ihren bereits an alle Autoren verschickten Exposés eine Charakterdarstellung/-entwicklung, die ihnen unlogisch erschien. Genauer gesagt, störte sich zuerst Marc daran und schrieb mir als Exposéautor eine Email, wie ich das so sehe.

Ich steckte gerade knietief in der Endphase eines eigenen Romans und bat Marc daher um zwei Tage, bis ich mich dazu melden konnte ... denn ich verstand ehrlich gesagt selbst nicht auf Anhieb und ohne größeres Nachdenken, wie sich das Problemchen lösen lassen könnte.

Ehe diese Frist abgelaufen war, meldeten sich Marc und Hubert gemeinsam bei mir. Sie hatten sich inzwischen ausgetauscht und konnten mir deshalb eine Lösung vorschlagen, die meiner Meinung nach absolut perfekt passte.


Beispiel 3: Zum Abschluss möchte ich viele Wochen zurückgehen und zugleich zeigen, dass diese kreative Zusammenarbeit noch viel weiter geht. Es geht um die Romane, in der die CHUVANC zum ersten Mal auftauchte, das Schiff des Atopischen Richters Chuv.

SCover Band 2718 von Arndt Drechslerchaut euch mal das Titelbild von PERRY RHODAN 2818 an. Als Exposéautoren hatten wir mit der CHUVANC ein klares Ziel: Sie musste anders sein als die bisher bekannten Schiffe im Perryversum. Es soll in diesem Logbuch nun nicht um Funktionen und Technologien gehen, sondern rein um Äußerlichkeiten, um das Design dieses Raumschiffes.

Natürlich hätten Wim und ich eine Form entwickeln können. Aber warum sollte das nicht jemand angehen, der von Design und Optik weit mehr versteht als wir beide? Also wandten wir uns sehr frühzeitig an Arndt Drechsler, mit der Bitte, die CHUVANC zu designen. Er fragte uns gezielt ein paar inhaltliche Dinge, die sich in der äußeren Form widerspiegeln sollten, und ging an die Arbeit. Als wir von ihm das Design des Schiffes erhielten, füllten wir es weiter mit »Inhalt«.

Entstanden ist auf diese Weise ein (meiner Meinung nach) optisch mehr als reizvolles Schiff. Kommentar eines Nicht-PERRY RHODAN-Lesers aus meinem Umfeld: »Cooler als alles, was ich je bei ›Star Wars‹ gesehen habe.«


Diese Beispiele sind nur ein winziger Ausschnitt aus der komplexen Art des Austauschs mit den Autoren/Künstlern. Ich hoffe, sie zeigen wenigstens ansatzweise auf, wie komplex dieses Thema ist. Jeder Fall ist anders. So etwas wie Routine oder »die« Methode gibt es nicht ...

Donnerstag, 19. Februar 2015

Exposés, Romane, TV-Serien ...

Uff.

In den letzten Tagen und Wochen habe ich noch an zwei Romanen gefeilt und geschrieben. Zum einen NEO 93 mit dem malerischen Titel "WELTENSAAT". Zum anderen PERRY RHODAN 2799, den ich gemeinsam mit Oliver Fröhlich geschrieben habe. Dazu wird bezeiten auch eine Geschichte zu erzählen sein.

Außerdem läuft die Arbeit an PR-Exposés natürlich weiter - auch an einem sehr speziellen Spezialprojekt, das sehr außergewöhnlich sein wird. Und ich bin an der Arbeit für einen "Die drei ???"-Band ... der jetzt ganz konkret wird.

Langweilig ist mir also nicht.

Aber was herrlich von der Arbeit ablenkt, sind drei neu gestartete TV-Serien, dummerweise alle nahezu gleichzeitig gestartet und nun beim Streaming meines Vertrauens (Amazon Instant Video) auch folgenweise erhältlich.
Wer mich kennt, ahnt freilich, dass es die drei "Comic-Serien" sind ... The Flash, Gotham und Agents of S.H.I.E.L.D.
Zu meiner Erleichterung (und meinem Ärger: Wäre eine davon schlecht, müsste ich sie nicht anschauen, grins) sind alle richtig gut. Ich weiß noch gar nicht, welche die beste ist ...


Montag, 16. Februar 2015

Exposés in der Endphase eines Zyklus

Hier für alle Nur-Blog-Leser mal der erste Text im PERRY RHODAN-Logbuch-Countdown!
Mit einer kleinen Anmerkung vorweg. Wenn ich das richtig verstehe, wurde das gleich missinterpretiert - am Ende frage ich nach Wünschen für den Logbuch-Countdown, nicht für die kommende Serienhandlung ...
Hier der Text.


Mit Band 2800 wird der neue PERRY RHODAN-Zyklus beginnen. Grund genug, um wieder einmal einige Einblicke in die Arbeit der Exposéautoren zu bieten. Ab sofort erscheinen wöchentlich insgesamt zehn Logbücher, die etwas über ganz unterschiedliche Arbeitsschritte erzählen.

Rückmeldungen und Themenwünsche von euch sind ausdrücklich erbeten! Natürlich habe ich einen Plan (wie die Zylonen, um eine andere SF-Serie zu zitieren), worüber ich in den nächsten Wochen berichten will. Aber Pläne sind ja dazu da, um geändert zu werden. Was interessiert euch?

Der Zyklus um das Atopische Tribunal nähert sich auch für euch als Leser seinem Ende; viele Autoren arbeiten längst an Romanen nach Band 2800, und für Wim Vandemaan und mich als Exposéautoren gilt das erst recht. Was in den 2790er-Romanen jeweils geschieht, stand schon früh fest: Viele von langer Hand vorbereitete Handlungen finden ihre Erfüllung und verknüpfen sich.

Es gab eine wichtige Voraussetzung dafür, was genau wir in diesem Bänden erzählen und wie wir es erzählen. Nämlich die grundlegende Festlegung, dass die Serie mit Band 2800 einen »weichen« Übergang in den nächsten Zyklus nimmt.

Das heißt, ab Band 2800 wird vieles weitererzählt, es gibt keinen extrem starken inhaltlichen Neuanfang, wie das etwa von Band 2699 zu Band 2700 der Fall war. Das ist bei PERRY RHODAN ja gute Tradition, und das legt schon der neue Zyklustitel »Die Jenzeitigen Lande« nah. Dennoch setzt der Jubiläumsband ganz klar neu an, hebt das Gesamtgeschehen auf eine völlig neue Ebene.

Die zehn Romane 2790 bis 2799 laufen auf genau dieses gemeinsame Ziel hin: das Geschehen auf eine neue Ebene zu heben. Gewissermaßen wird nicht Band 2799 der Abschlussband sein ... sondern ein eng verzahnter Vierteiler aus den Bänden 2796 bis 2799. Diese vier Romane erzählen von einem finalen Plan unserer Helden, über den ich in den kommenden Logbüchern mehr berichten werde.

Wie entsteht nun auf der Grundlage, dass wir eigentlich ohnehin wissen, was in den Romanen jeweils geschieht oder sogar geschehen muss, ein konkretes Einzelroman-Exposé?

Zunächst: wie immer. Das heißt, Wim Vandemaan und ich tauschen uns aus, arbeiten an Details, fixieren Charaktere und Handlungen ... und überarbeiten unsere Festlegungen gegenseitig. Allerdings müssen wir im anlaufenden Finale eng an unserer ersten Festlegung bleiben.

Wenn nur noch zehn Romane zur Verfügung stehen, kann man wenig Inhalte in einen anderen Roman verschieben oder für ein interessantes Thema doch noch einen Band mehr nutzen, als ursprünglich vorgesehen. Ganz bewusst hatten wir deshalb in der Planung für »Was-wir-noch-erzählen-müssen« einen Band als Puffer freigelassen. Den konnten wir bei der Ausarbeitung der einzelnen Exposés gut gebrauchen, um einer Teilgeschichte den nötigen Rahmen zu geben.

Gegen Ende eines Zyklus gibt es viele Details zu beachten; das ist wohl eine Binsenweisheit. Das kann leicht zu Problemen führen. Wenn irgendwelche Einzelheiten in den Exposés nicht ausreichend oder missverständlich erklärt werden, führt dies beim immer dichter werdenden Handlungsfluss noch leichter zu Problemen als in früheren Handlungsphasen.

Also: Man muss als Exposéautor ganz genau planen.

Die andere Seite der Medaille: Niemand will den Autoren zu viel vorgeben und ihre Kreativität damit zu sehr einschränken. Das ist ein Balanceakt der besonderen Art. Ich hoffe, Wim und ich haben ihn gut bewältigt ...
PS: Gab es denn nun tatsächlich solche Detailprobleme? Ja. Es kostete viele, viele Emails zwischen Exposéautoren, Autoren, Datenrechercheur, Redaktion, Testleser, Lektorat, Korrektorat, um diese Details zu klären. Aber das gehört wohl dazu.

Donnerstag, 12. Februar 2015

PERRY RHODAN-Countdown 2800

Die PERRY RHODAN-Serie geht mit strammen Schritten auf Band 2800 zu. Das ist gerade eine Binsenweisheit, aber trotzdem super.

Was die Exposés angeht, ist die Arbeit am aktuell laufenden Zyklus bis 2799 natürlich längst abgeschlossen. Dennoch habe ich neulich nochmal an diesem Zyklus gearbeitet: Nämlich Band 2799 geschrieben. Aber nicht allein - sondern mit Kollege Oliver Fröhlich gemeinsam, der die weite Reise zu mir angetreten hatte. So haben wir buchstäblich nebeneinander geschrieben. War eine interessante Erfahrung, über die ich/wir demnächst auch mehr erzählen. Im Logbuch-Countdown nämlich.

Logbuch-Countdown?

Richtig. Der beginnt morgen. Da geht das erste von etlichen wöchentlichen Logbüchern auf der PERRY RHODAN-Homepage online, die eine Art Countdown bis Band 2800 zählen und über diverse Hintergründe berichten. Die meisten stammen von mir.

Das Logbuch zu Band 2799 soll natürlich dann vom gemeinsamen Schreiben erzählen. "Demnächst" heißt also: In neun Wochen. So demnächst ist das ja gar nicht. Und ich hätte gern, dass Kollege Fröhlich mitschreibt. Das weiß er aber noch nicht. Vielleicht liest er es ja hier zum ersten Mal :-). Vor Überraschungen ist man ja nie sicher.

Morgen auf der Perry-Homepage aber erstmal der Start des Countdowns; darin erzähle ich etwas zu "Exposés in der Endphase des Zyklus".

Bis bald!

Verrückt: Wieder in Bietigheim-Bissingen

Ha, das ist doch echt verrückt, wie ich gleich nach dem Neustart wieder ewig nichts gepostet habe. Und jetzt ... poste ich quasi dasselbe wie beim letzten Eintrag: Morgen bin ich wieder in Bietigheim-Bissigen, wieder in der Galerie, lese wieder zweimal die drei ???.

So können sich die Dinge gleichen.

Dieser Blogeintrag ist vor allem eins: Kurz. Darum kommt gleich noch einer.